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inen berühmter Hof mit 2 Ausga'ngeo. Er enthält viele Kaufmanns-gewölbe, wie auch kleinere Laden, welche in den Messen kostbare undglänzende Waaren enthalten. — Seinen Namen hat er vom vr.Stromer von Auscrback, Lutbcrs Freund, welcher die Gebäudeder Markr-Seite im Jahre 1519 zuerst gekauft hat.
Auerstädt, ein Kirchdorf und Rittergut im königl. SächsischenAmte Eckarrsberaa, im Thüringischen Kreich. Dieser Ort ist durch diezwischen den Franzosen und Preußen im 1 .1806 vorgefalleue Schlacht(s. Jena) bcrühmr geworden.
Aufbringen, z. V. ein Bergwerk, es wieder in guten Standsetzen; ein Schiff aufbringen, es auf der See wcgkehmen und ineinen Hafer, bringen.
Aufgebot hat eine dopvelte Bedeutung. Es heißt erstensdie Bestimmung des Preises, für welchen man eine feilgebotene Sa-che kaufen will; zweitens der Aufruf zn den Waffen, den bei außer-ordentlichen Gefahren ein Landesfürst an seine Unterthanen ergehenläßt. Eins der merkwürdigsten Aufgcbore neuerer Zeiten ist jenesvorn Jalnc 1797, das für die Bewohner Oestreichs unvergeßlich ist.Jur Frudialire drang eine Französische Armee, nachdem sie vorher schnellganz Ober-Italien erobert hatte, unter dem General Bon aparteur die Oestreichischc» Deutschen Srbländcr vor, sie war durch Kärn-tben schon bis in Stcyermark vorgerückt, und schien b>S vor Wienselbst geben zu wollen. Nun wurde ein allgemeines Aufgebot in derStadt und auf dem Lande gemacht. Sobald der erste Aufruf ange-schlagen war, wurden die Bewohner Wiens ganz von Vaterlandsliebedurchdrungen. Alles kam sogleich in Bewegung. Von allen Seitenströmten Freiwillige herbei, um unter den Fakiren des Vaterlandeszu streiten. Die übriger, Einwohner wetteiferten mit einander infreiwilligen Beikrägen an Geld, Kleidungsstücken, Waffen und an-dern Gegenständen. Die Universität, der Handelsstand, die akade-mischen Künstler und die Laudstände stellte» eigene Corps auf. Dieübrige waffenfähige Mannschaft aus der Stadt und den Vorstädtenwurde in Brigaden cinhetheilt und aus den Zeughäusern bewaffnet,-r. re ansässige Bürgerschaft war zur Vertheidigung der Stadt bereit.In dem kurzen Zeiträume von zehn Lagen waren inner den LinienWiens gegen 11,000 Freiwillige zusammengetreten, bewaffnet,größtrutheils auf eigene Kosten neu uniformirt, durchaus organisirt,zum Theil erercrrt, mit Geld und mit ganzen Magazinen von Le-densmitteln und andern Bedürfnissen versehen. Der damalige Nie-derö,rreichischc Regierungspräsident, Graf Franz von Saurau,belebte durch fti»e Anstalten und Thätigkeit die ganze Organisiruugdie,es Aufgebots. Der 17. April war zum allgemeinen Ausmarschbestimmt. An diesem Lage (damals Ostermontag) wurde auf demGlacrS von Wien das ganze Aufgebot versammelt, eine Messe gele-sen, die Fahnen geweiht, von der Mannschaft der Eid abgelegt, Ar-tillerie unter sie vertheilt und dann mit frohem Muthe der Marschgegen die Donau angetreten. Auch auf dem Lande ging das Aufge-bot gut von statten, und es kam in den beiden Vierteln unter undober dem Wierrerwalde eine Masse von beinahe zo,voo Bauern zu-sammen. die theils mit Gewehren, theils mit Piken und andern In-strumenten bewaffnet und auf einige Zeit mit Lebensrnitteln versehen5 ^'en. Vierzehn Tage nach dem Ausmarsch des Aufgebots zog al-ies wieder nach Hause, und die Entwaffnung ging eben so ruhig und