Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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dach , Sedlitz, Geldschütz u. dgl. Böhmen hat seinen Namen vonden Bojern, einer uralten Celtischen Völkerschaft: diese käme»«oc> Jahre vor Christus aus Gallien dahin, wurden aber von denMarkomannen verjagt und unterjocht. Böhmen blieb lange Seitziemlich unbekannt, und man weiß nur ibre bestimmte und feste Re-gierung «uker den Herzogen, die von 375 nach Christus anfängt.In der Mitte des 6. Jahrhunderts wurden sie von Aekkv überzöge»und unterworfen, der das Land auch urbar machte, und dessen M-kommlinge sich, trotz der vielen Einfällt der Slaven, die sich auch hier-festsetzten, dennoch erhielten. Einer der ersten von ihnen, die be-lannrer geworden sind, war Przemislas, eigentlich ein Bauer,welchem aber 632 die Fürstin Libussa ihre Hand und den Türe»gab. — Dann findet man Böhmen unter den Staaten Karls de-Großen, bis im I. 840 die Herzogthümer Böhmen, Mähren, Schle-sien frei und von ihren eigenen Fürsten regiert wurden. Böhmen-Herzoge erhielten 10S1 vom Kaiser Heinrich lV. den Titel König,welchen Wratislav zuerst führte: und nach und nach erlang»Böhmen bis in die erste Halste des 13. Jahrhunderts ein große- An-sehen unter den Europäischen Mächten, besonders unter dem KönigPrzemislas oder Ottokar l Nach Herzog Heinrichs von Kärnke»Tode gaben die Böhme» Johann von Lurcmburg die Krone (1310),und in der Folge wurde diese (1378 bis 1440) von den KönigenK a rl IV-, We 11 zeslas und Gigtsmund, die zugleich Kästetwaren, mit der Krone des Deutschen Reichs vereinigt, von welchemsie aber unter Ladislas, König von Hungarn, getrennt, und erst1528 wieder durch Ferdinand von Oestreich damit verbundenwurde. Letzterer machte Böhmen zu einem Wahlreiche, und«ach seinem Tode fiel die Wahl auf seinen Svbn Maximilian.So blieb es, bis denn unter Ferdinandlll. die Böhmische Kronedurch den Westphälischen Friede» (1648) im Hause Oestreich erb-lich wurde.

Böhmische Steine, edlere Steine verschiedener Art, die a«Schönheit und Glanz den orientalischen ähnlich, aber nicht so hartsind, wie diese, daher auch in weit geringerem Werthe stehen-

Bohne. Eine Benennung, die man nicht allein gewissen Sa-men von Schoten tragenden Pflanzen. ja selbst vom Aaffeebaume undandern, sondern auch Gewächsen aus ganz verschiedenen Geschlech-tern beilegt, z. S. Saubohne, Feigbohne rc. Hier werden unterBohnen diejenigen Gartengewächse verstanden, die in manchen Ge-genden Deutschlands auch Faseln heißen. Es gibt zwei Hauptarlc» ,von Bohnen, nämlich die gemeine Bohne und die A wer g - oder ^Kriechbohne. Durch die Kultur sind nach und nach wieder vieler-lei Gpielarken entstanden, die an Große, Gestalt und Farbe vo»diesen zwei Hauprartcn sehr abweichen. Die gemeine und dieAwerg-Bohne sind für die Küche sehr nutzbar. — Die Frucht-hülsen geben grün ein wohlschmeckendes, auf den Tafeln der Rei-chen und Armen sebr belichte- Gemüse; die Kerne oder sogenannte«trockenen Bohnen sind in manchen Gegenden eine gewöhnliche, frei-lich etwas schwer verdauliche Kost des LandmannS. I» Indien fut-tert man die Pferde damit. Die grünen Blätter fressen Aiegen undSchafe. — Die grünen Schoten klein geschnitten, kann man Mden Winter in Salz legen.

Bohnenkönig, einen, erwählt man in Gesellschaften 00»Klubs, welcher daS beste derselben besorgt, Verträge macht, Bor-