Bom Bon
dcutschaft, stark,befestigt mit Schiffswerft und Arsenal; 140,000 Ein-wohner: Europäer, Mahomedaner, Gebern (Feueranbeter) und Hin-dus: literarische Societät; Baumwoil - und Seideufabrik; Handelnach Persien, Arabien, Ostafrik« und Indien; Seesalzsiederei.
Bombe, die, ist eine große eiserne Hoblkugel, die mit Pulvergefüllt und mit einem Brandrohr versehen, aus einem Mörser gewor-fen wird, und wo sie austrift, zerspringt und verwüstet. Bomben-fre i, hiemit bezeichnet man Oerter, die eine Bauart haben, daß Bom-ben ihnen nichts anhaben, sie nicht zerstören oder nicht in sie hin-einbringen können.
Lailide » la S-i-äsn-xLle, Art köstlichen Gerichts auf lgroßer Herren Tafeln von Mr. Noel» Leibkoch Friedrichs des Große» !erfunden.
L 011, gut. Ein B 0 n bezeichnet einen Zettel, auf welchem eineSchuld anerkannt oder angenommen (acceptirt) wird. Werden auchvorzüglich im Kriege gebraucht; bei Lieferungen u. s. w.
Ilona kicks, anfTreu und Glauben, z. B. gekauftesGut über-nehmen, etwas bon» kiils glauben, sich auf das Wort des Ander»verlassen; boii» kick« handeln: ehrlicher Weise, ohne Arglist; M»und ohne Gefährde.
Bon aparte. Den Familiennamen Bonaparte legte dek ,Franz. Kaiser und alle seine für Franz. Prinzen und Prin-zessinnen erklärten Brüder und Schwestern ab, siehe daher Hie-ronymus, Joseph, Ludwig Napoleon, Joscphine,Elise, Paulrne, Caroline.
Bonaparte (Lucian), jüngerer Bruder des Kaisers Napoleon,geboren 1772, Senator, war anfangs bei der Administration der Ar-meen angestellt, verheirathete sich zu Sr. Marimin, ward Kriegskoni-miffär und im März i ?97 Deputirter des Departements von Liamonebeim Rath der 500. Bei der Herannäherung des igten Brüniaiieward er zum Präsidenten erhoben und wendete in der außerordentli- !chen Sitzung zu St. Eloud den lyten Brümaire alle Kräfte an, dieOpposition, welche sich gegen seinen Bruder erhob, aufzuhalten. Kverließ den Vorsitz in der Mitte der Bewegung , welche der Eintrittdes Generals veranlaßte, legte die Zeichen seiner Würde ab, da ma»ihm nicht das Wort gestattete und ging aus dem Saal. Er stieg st-gleich zu Pferde, haranguirte mitHcftigkeit die Truppen, sagte, manhabe seinen Bruder ermorden wollen, und lud die Soldaten zu seinerVertheidigung ein. Sein Muth gab den Ereignissen die Entschei-dung, und der Rath der zoo ward auseinander getrieben. Nach derAnnahme der neuen Konstitution erhielt er das Ministerium des In-nern, welches er im Oktober izoo mit dem Gesandtschaftsposten inMadrid vertauschte. Zu Ende September 1801 unterzeichnete er z«Badajoz den Frieden Frankreichs mit Portugal, kam im folgendenMonat nach Paris zurück, ward den yten März 1802 Tribunatsnnt-glied, dann Minister des Innern, im Juli Großoffizier der Ehrenle-gion und Mitglied des Erhaltungsseuats. Den zten Februarward er ins Nationalinstitut, zur Klaffe der politischen und morast-schen Wissenschaften berufen: man übertrug ihm kurz darauf die Se-natorie von Trier, er begab sich im Juli 1823 nachBelssien und in dieRheindepartemelrte, um Besitz von den der Ehrenlegion zugeschlage-nen Gütern zu nehmen, heirachcte bei seiner Rückkunft Madame Jon-berteau, Wittwe eines Banquiers, da er seine erste Gemahlin nnJahre 1802 verloren hatte; verließ im April 1804 Frankreich und