Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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gs Grade eingetheilt, wovon ebenfalls jeder Gead iZ Deutsche Mei-len beträgt. Wenn man nun die Lage eines Orts aus der Erdkugelbestimmen will» so muß man durch astronomische Beobachtungen aus-findig machen, wie viel Grade der Ort einer solche» Linie nach vondem Aeguator abliege. Es hat man z. P. gefunden, daß Leipzig5l Grade von, Llequaror gegen den Nordpol zu liege; man sagt also:Leipzig liegt unter dem z i. Grade nördlicher Breite. Aa nun aberso viele Breiten find, als Linien von jedem Punkte des Aequqfor»gegen einen der beiden Pole gezogen werden können, so können garviele Orte unter einerlei Breite liegen (wie z. B. die drei c» auf dernördlichen.Seite der Zeichnung); es ist also noch weiter folgendesauszumachen: Man zieht zwischen dem Aeguator und einem der Polerund um die Kugel Linien, so daß die Linien der Breite gerade durch-schnitten werden. Diese Linien oder Kreise <- werden eben so wie dieLinien der Breite in Grade abgetheilt, wobei es willkührlich ist, vonwelchem Punkte aus man anfängt die Grade zu zählen. Sie be-Hkichuen die Länge, unter welcher ein Ort auf der Kugel oder auf derdie Erdkugel vorstehenden Landkarte ljegt. Auf dem festen Lande wirddie Länge durch die Feldmeßkunst gefunden, indem mau von dem einenOrte zum andern, die beide unter einerlei Breite liegen, wie z. B.Leivzig und Dünkircbcn, die Entfernung »ach Ruthen und Merlen.ilismjßt. Auf der See findet man die Länge theils durch astronomi-sche Beobachtungen, theils durch Seeuhren, jedoch auf beiden Wegenmit vieler Schwierigkeit. Mau setzt dabei einen Ort fest, von wel-chem man .anfängt, die Grade der Länge zu zählen, z. B. Amster-dam, die Sternwarte z» Greeuwich bei London, den Pik auf Tene-riffa, die Insel Fcrro man zieht alsdann auf der Seekarte voneinem dieser Standpunkte eine Linie, und fetzt den Ort, wo man sichbefindet, aus denjenigen Punkt, wo die Linie der Länge die Linieder Breite durchschneidet. Man vergleiche hiermit den ArtikelMeqnal.or, . . ^

Breit in g er (Jod-Jakob), geb. zu Zunch 1701, gest. das.»776, ats Kanonikus und Professor der Hebräischen und Griechi-schen Sprache. Auch für die Theorie der schönen Künste that hieserMann, außer seinem eigentlichen Gebiete».so viel, daß man ihn.nicht mit Unrecht unter die ersten Beförderer des lüstern Geschmacksim vorigen Jahrhundert rechnet. Seine kritische Abhandlung vonder Natur» den Absichten und dem Gebrauche der Gleichnisse, dgrznüber die Geburt der Gleichnißbilder, seine kritische Dichtkunst, wor-in die poetische Malerei in Absicht auf die Erfindung untersucht undmit Beispielen erläutert wird, Fortsetzung derselben, worin diepoetische Malerei in Absicht auf den Ausdruck und die Farben abge-bandelr wird, enthalten die unumstößlichsten Belege für BreitingerSAnsprüche auf den Dank seiner Nachkommen. Man höre darüberBlank-nburg und Sulzer, die seinen Verdiensten, wenn sie auchnicht die glänzendsten waren, alle Gerechtigkeit wiedersqhren lasten.Er stellte zuerst die Idee einer Logik der Phantasie auf, und sucdtsden Begriff von Poesie, dem Wesen derselben gemäß, zu bestimmen.Breitköpf (Jvh. Gott. Immun.), ein gelehrter Buchhändlerund Buchdrucker in Leipzig, w- er den rz. November 17 iy geborerzMar, uad von Jugend asf sich mit den Wistenschascen beschäftigte.Das Studium der Mathematik leitete ihn zuerst auf die Wissenschaft»liche Betreibung der Buckdruckelkunst, welche sei» Patt? psthmfich