Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
Seite
392
JPEG-Download
 

Z 92 Bru Buch

ermüdet wurde. Als Cäsardesi Brutus, den.,Kolck in der Hand,, d

unter den Vcrschwvknen erblickte, rief er aus! Auch du Brutus!", S

„Brutus halte kein Gefühl für Freiheit, aber ferne Phantasie war er- k

bist; und noch jetzt ist er der Liebling erhitzter Phantasien, welche r

ohne Keurtbeilungskraft und Bürgergefühl siL immer von den wirk- > >kick beseiigeuden Tugenden der Freiheit weqschwärmen. Brutus wai ! iein Verrätder des Pompejvs nach dem Tage bei Phatsalia (wo er '

den Cäsar anflehte, seines Lebens zu schonen), ehe'er Cäsars Mörder i

ward. Er lief von einer Partei zur andern, und ferne weiche Seelehatte selbst keine. Er'war tu' Cassius Händen, als er seinen Vatermordete. Angst ließ ihn' Gespenster sehen." ((.Hennings über' ,die wahren Quellest des Natroflal-Wohlstandes lc.) Aus Cäsar-Asche entsprang eist bürgerlicher Krieg; s. den Att. Antoniu«.Brutus wurde in der Schlacht voll Philippi geschlagen, so tapfererauch stritt, und brachte sich die Nacht daselbst ums Leben.

Bru yere (Jean de sa). Dieser berühmte Verfasser der Charak,tcre und Sitten seines Jahrhunderts, wär auf einem Dorfe unweitDonrdan im I. 1644 geboren, und starb im I. iSyü. Er kauftesich anfangs die Bedienung eines Schatzmeisters zu Cae»; allein kukjdarauf kani er durch den Bischof Bvssuet mit einer Pension von lvooThalern zu dem Herzog, von Anginen, um denselben in der Geschichtezu unterrichten, in dessen Hause er sich seine ganze übrige Lebenszeitaufhielt. Zm I. i üyz wapd er Mitglied der Französischen Akademie.

Er übersetzte dre Charaktere des Theopdrast mit vieler Eleganz i«<Franzosis仫, und begleitete sie Nur einer Folge von Charaktere«,worin er die Sitten seiner Zeit mit dem scharfsinnigsten Blicke undin einem bis zum epigrammatischen sinnreichen und witzigen Vortragedarstellte. Er nahm seine Charaktere nicht selten, von lebenden Per-sonen, wiewohl er dawider protestirt, und Malicicur sagte be-iher , als ibm la Vruyere sein Manuscript zeigte: ,, Sie werden Mviele Leser, aber auch viele Feinde dadurch erwerben."

Bubonen, Beulen', welche die Lustseuche erzeugt.

Bncciniten, Posannenschnccken, Hornschnecken, versteinerstgewundene Schnecken.

Dncentaur (Mvthol.). z) Eine Art von Centauren oder Un-geheuern, welche den Leib von einem Stier oder Esel, das klebrigeaber vom Menschen haben; 2) das große prächtige Schiff, dessen mder Doge von Venedig jährlich bei der Vermählung mit dem Adriali-schen Meere am Feste der Himmelfahrt Christi bediente.

Bucephalus, das Leibpferd AleranderS des Große«, ei«P/crd von außerordentlicher Schönheit, aber so wild, daß man esmcht einmal zur Probe reiten konnte, und König Philipp, dem e»für 30,000 Thaler angeboten wurde» es schon zurückschicke« woll», jals sein Gobn, der junge Alexander, es zu bändigen unteruaW-Alerandcr bediente sich desselben als seines liebsten Pferdes; au«ließ es keinen andern Reiter aufsitzen. Auf Deutsch heißt es L ähsenkops.

Buch. Mehrere zu einem Ganze« verbundene Blätter oderBogen Papier. Diese Deutsche Benennung entstand daher, weitman ehedem zu den Tüchern die Rinde, Blätter und auch das ge°schliffene Holz der Buche nahm. Im Lateinischen heißt das B««libsr, welches Bast bedeutet, weil man sonst auf den Bast, und dieBlätter des Buchs heißen deshalb Blätter, weil man sonst auf Baur»°blätter schrieb. Die ältesten schriftlichen Urkunden suchen Einige bei