Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Cat 5iz

Categor.ie. Categorien heißen die Grundbegriffe des mensch-lichen Verstandes, auf welche derselbe eine jede gegebene Vorstellungzurückbringt, gleichsam die Fächer, in welche der Verstand die ihmsich darstellenden Gegenstände aufnimmt. Aristoteles suchte dieseGrundbegriffe zuerst auf, allein er setzte deren zu viel fest; Kautbat dieselben genau und vollständig verzeichnet. Art und Beschaffen-heit, nach welcher eine Sache der andern gleich, oder mit ihr ver-wandt ist, z. B. man setzt dich mit ihm in gleiche Categvrie. —Categotisch, bestimmt, ausgemacht, ohne Einschränkung. Ca-l tegorischer Imperativ, der unbedingte Wille. das Wollen.

Catharina Alerjewna. Diese merkwürdige Frau, die sichaus der Hefe des Volks auf den Thron des größten Reichs der Erdeemporschwang, war die Tochter eines Bauers in Littbauen, Namensi Samuel, denn er hakte keinen Familiennamen, wie es in dosen! nördlichen Provinzen häufig der Fall ist. Sie wurde den «6. Apriliü8ü geboren, und da ihre Familie katholisch war, so ward sie indieser Religion getauft und erhielt den Namen Martha. Noch jungthaten sie ihre armen 'Leitern in die Dienste eines lutherischen Geist-lichen, Namens Dank, in Roop, einem Kirchspiele, das im Ri-«aischen Kreise liegt, wo die kleine Katholikin unmerklich in eineLutheranerin umgeformt wurde. Von Roop kam sie nach Marien-turg, einem damaligen kleinen Städtchen im Wendenschen Kreise»zu dem dortige» Propste Glück. Das Mädchen, das zur Schönheitaufwuchs , war in dem Hause dieses Geistlichen zwar immer mehrDienerin, als Pflegetochter, wurde aber mit wenig Jurücksetzun-behandelt. und sowohl in den Lchrbegrtffeu der lutherischen Religion,als auch in nützlichen Handarbeiten mit der Tochter des PropstesGlück erzogen. Hier war es, wo ein Schwedischer Dragoner, derJohann hieß. sich in die aufblühenden Reiz- der Martha ver-liebte. Er bar um ihre Hand, und da das arme Mädchen eben nichtwählen durfte, so nahm sie seine Anträge an. Martha würde also Jo-hann« Frau . aber nur auf einige Tage. Ihr Mann mußte seinemRufe als Soldat folgen. Dieß geschah kurz vorher, ehe die Russen1702 das unbedeutende Schloß Marienburg einuahmen. Die Ein-wohner der Stadt wurden zu Gefangenen gemacht, und unter diesenbefand sich Martha. Diese kam in die Häude des kommandirendenGenerals Scheremetjew, bei welchem sie Menzikow sahe, demldre Reize auffielen. Schere metrew verstand den Wink, undtrat seine Sklavin..dem Günstlinge seines Svuverains ab, der sie, sogleich zu sich nahiü. Indessen war der Schwedische Dragoner Jo-, bann als Unterofficier wiedergekommen, hatte sich nach seiner Fra»

! erkundigt und ihren Aufenthalt erfahren. Sie zu reclamiren wäreeben so unnütz als gefährlich gewesen; er besuchte sie also ingeheim.Sie lebte in Menzikvws Hause mit ziemlicher Freiheit, aber dochimmer als Dienerin. Menzikow, um ihren Besitz nicht zu ver-lieren. hielt sie vor den Augen Peters des Großen und der vorneh-men Russen verborgen, gestattete ihr aber den Umgang mit ihresGleichen, und trug auf diese Art dazu bei, daß Johann und MarthaM ziemlich oft seh n konnten. Eine Unbesonueuhcit vernichteteMenzikvws ängstliche Vorsicht, denn einst prahlte er im Rausche mitdem Besitze einer schönen Geliebten. Man wollte sich überzeugen,ob er die Wahrheit rede, er weigerte sich aber, diesen Beweis zugeben. Doch Peter l. verlangte sie zu s. h,n, und nun gali.i, keineEinwendungen mehr. Martha mußte kommen. Ihre Gestalt machhLsnv. Lex. Erster Land. K k