Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Car Carr 52z

Cattcn, die, waren eins der hrrühmtesten und ansgebreitet-stcrr Deutschen Völker, welche aber ir> Rücksicht ihres Innern denRömern wenig bekannt waren. Sie hätten das Lanv, was heut zuTage Hessen, Fulda, Hanau, Jsenburg uyd ein beträchtlich Stück vonFranken, bis an die Saale umfaßt, dann den größten Theil der Naf-sauischen Länder, den östlichen Theil von Westvbalen inne; sie reichte»bis an den Rhein und Main. Nkit den Hermunduren nutz Cherus-kern führten sie sehr oft blutige Kriege. ZuCasarS Zeiten yohntensie längs dem Labn, und' waren dem Rheine sehr nahe: sie verhräng-

> ke» die Teuchterer und Ussipeter, und Cäsar konnte nichts gegen sie

> ausrichten. Drusus, welcher anfangs durch den Angriff der Che-! rusker sich die Cattcn zu Freunden gemacht hatte, ward, als er nun

Festungen anlegte, ihr Feind: er schlug sie, verlor aber, als er sich^ tiefer bis an die Weser und Elbe wagte, das Lebenl Üederhaupt rich-! seten die Römer wenig gegen sie aus. Durch ihre Einfälle in die de-! cumatischcn Felder und durch Schwächung der Cherusker wurden die1 Catten groß und mächtig, indem auch die vorher mit jenem im BundeI gestandenen Völker sich nun mit ihnen vereinigten. In der darauf fol-genden Periode hatten sie wahrscheinlich mit Trajan zu thun; un-ter Marc Aurel sielen sie in Germanien und Rbaticn ein, wurde»späterhin von Djdius Jnlianus geschlagen, und kommen noch zuletztLy- in Verbindung mit den Franken unter dem König Markomer vor.Won da a» verschwindet der Name Catten» bis dann im 8. Jahrhun-dert die H assi oder Hessi auftreten, welche mit den Catten einerleiWölk ausgemacht haben sollen. Nach dem Berichte des Cäsars war! das Land der Catten in roo Gaue eingetheilt; jeder von diesen mußtejährlich rooo Mann ins Feld stellen, welche dann fürs nächste JahrMit den Zurückgebliebenen, die unterdessen das Feld besorgen mußten,wechselten, und nun wieder jener Stelle dabeim einnahmen: sie hat-ten also Ackerbau eben so gut als Kricgsübungen. Ihre Nahrungwar meistens Milch, Käse und Wildprct; ihre Kleidung machten siesich aus Tbicrfellen. Uelrigens hatte keines ordentlich Eigenthum,sondern die Fürsten, welche aber nicht souverain waren, und Land-tage halten mußten, theilten jährlich die Aecker und Felder unter, die Familien aus. Sie werden übrigens von den alten Schriftstel-lern als ein sehr tapferes, abgehärtetes, mulhiges und kluges Volk

> geschildert. '

l CalulluS (CajusValerlus), einer der berühmtesten Römische»

1 Dichter, der wahrfchbinlich im Jahre üü8 yacb Erbauung Roms l 35vor Cbr. Geb.) zu Syrmivn im Veronischen Gebiete geboren wurde,i »ach Rom käm und nicht lange nach dem Jahre 707 starb. Seine! Gedichte zeichnen sich durch Anmutb, gefälligen Scherz, treffenden Witzund feinen Ausdruck der Empfindung sehr aus, fallen aber oft ins Pro?falsche und Matte herab, und tragen deutliche Spüren des allgemeinenSittenvcrfalls der damaligen Zeiten; denn man findet in ihnen vieleunmoralische und unanständige Stellen. Die bessern derselben sind»on Ramler nebst einer metrischen Deutschen Uebersetzung heraus-gegeben worden.

Caucasus, ein auf seinem Gipfel mit Schnee und Eis bedeckte?Alpengebirge in Asien, zwischen dem Egspischen und schwarzen Meere,?5 Meilen lang und iü —zü Meilen breit, 55-^68° Länge und 40?i 30^—46 nördl. Breite, an 6000 Quadratmeisen >m Flächcmnhals.Die höchsten Spitzen sind Elldvrus, 5400 Fuß, und Kschees» zzsipüuß hoch. Hauptfiüsse dieses gebirgigen Landes, die Caucasische