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! Auch sei« Sobn, Theophil «'s Cibder, war Schauspieler unddramatischer Schriftsteller, beides aber mit geringerem Glück, alsi der Vater. Er hatte die berühmte Schauspi ler n, Susanne Ma-ria Arue, welche 1766 starb, zur zweit, !, Gattin.
! Ciborium, ursprünglich ein Trüikgeschirr, das aus einemÄgyptischen Gewäck'e verfertigt ward. In der katholischen Kircheist eo das Gefäß, worin das Vk-oerabils oder Hvchwürdlge (die ge-weihte Hostie) aufbewahrt wird.
Cicade (6icaä»). Diese Insekten werden dem Systeme nachzu den Heuschrecken und Grillen gezählt. Ihr Aufenthalt sind Bän-, nie und Gesträuche, und ihre Nahrung Safte der Gewächse, die sieaus den Blättern vermittelst ihres Rüssels ausziehen. Wenn a«Sder Oeffnung der Saft auch noch nachher stießt, so gibt dieß von eini-gen G wachsen das Manna. Di> Anzahl der Gattungen beläoft sichauf2Z2, und man theilt sie in mehrere Familien ein. Die Larveeiner kielnen Gattung verursacht :m Frühjahre auf Weiden und an-dern Gewächse» den weißen Scham», der im gemeinen Leben Kukuk-speichel heißt; daher wird sie auch Schaumcicade (eic-äs spumsri«)genannt. Sie ist braun, mit zwei weißen Flecke» auf den Flügeln,und hat fast die Grüß? einer Stubenfliege. Aus den Eiern, welche
> die Weibchen im Herbste in Baumritzen oder in die Erde legen, kom-mt» im Frühjahre gelblichgrüne Larven; diese saugen den Saft ausden Blättern und geben den Schaum durch den After von sich, womit
i sie sich bedecken, und sich sowohl gegen ihre Feinde, als auch gegen dieSonnenhitze und gegen die freie Luft sichern, denn dieses Insekt bateine sehr zarte Haut, die stark ausdünstet. Die alten Griechen undRömer schätzten einige dieser Insekten sehr wegen ihres Gesangs,und ewige glauben, daß dieses die Italiänische Cicade (6äo.corni), andere die größte Cicade (Liv. xlsdeja) gewesen sey.D,e letzt,re hält sich in den südlichen Gegenden gewöhnlich auf Bäu->' rnen aus, am häufigsten trifft man sie in Afrika an, und wird gegenzwei Zoll lang. Nur die Männchen können vermittelst bewunderns-würdiger Werkzeuge in ihrer Bauchhöhle, die äußerlich durch zweirunde Klappen, welche man aufheben kaun, bedeckt sind» sehr ange-ncvme Tone hervorbringen, die mau uneigentlich Gesang nennt.
Cicero (Marcus Tulliue), ein Mann, den wir, ungeachtetseiner Febler, dennoch einstimmig bewundern müssen, und der alsStaatsmann und Gelehrter unsterbliche Lorbeeren errang, war zu Ur-pinum, in der heutigen T«i-r» äi L.avo,o in Unterita-ien, 648 nachErb. Roms (loü vor der christlichen Zeitrechnung) geboren, kam als
> Jüngling nach Rom, und stndirte hier, so wie nachher in Griechen-! land, besonders in Athen, unter den besten Lehrern R-cbtSgelehrsanu' kcit, Philosophie, Beredsamkeit und Dichtkunst, schrieb schon in sei-nen frühern Jahren viele Gedichte, in denen er sich jedoch nie sehrüber das Mittelmäßige erhob, that sich auf der Reducrbühne vor al-len Zeitgcnoss n hervor, übertraf hierin bald sogar alle Griechen,
1 den einzigen Demvsthcnes ausgenommen, und schrieb unschätzbare phu-losopbische Werke, worin er die Griechen, besonders aber die AkaSe-' N'iker (Nachfolger des Piato) nnd die Stoiker befolgte, und tüte1 Ideen mit außerordentlichem Glück seiner Nation mittheilte. SeinRuhm stieg, er erhielt eine Ebrenstelle nach der andern, verwaltete.sie alle mit ausnehmender Klugheit, Me»rschaffenheit und Uneigen-.üützigkeit, und ward endlich (691 nach Erb. Roms) bloß aus allge-meiner AchWnS für ftjur «NLMklNkN Bstdienstr, Ksnsul, da er ei-