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faffung), wozu Prälaten, Edelleute und freie Städte gehören. DaSGanze enthält auf 420 Quadratmeilcu und zwischen 7 bis 800,000Einwohner, welche eigentlich slavischen Ursprungs sind und von Ju-gend auf in den Waffen geübt werden: daher ibre große Begierde, inden Krieg zu ziehen, wo sie sich denn auch sedr auszeichnen. DasLand ist gebirgig, von gemäßigtem Clima, ziemlich fruchtbar, bat aber„och große Waidungen mir schönen Pelztbieren. Getreide, Obst undguter Wein, Viehzucht, Bienen, Frsche, endlich auch Kupfer uudEcsen sind feine Produkte. Im I. 177z wurde Croatien auch durchErdbeben heimgesucht. Durch den Wiener Frieden vom Jahre r8oywurde ein Theil von Croatien au Frankreich abgetreten und machtnun einen Theil der Provinz Jllyrien aus. (S. Jllyrien).
Crocodil, das; die größte der Eidechsen, welche sowohl imWasser als auf dem Lande lebt. Das Afrikanische Crocodil, vor-zugsweise bloß das Crocodil (Taceet» c-ocostilu» O.) lebt inden größten Strömen Afrikas, besonders im Nil, wird ro bis zo,nach Andern noch mehrere Fuß laug, hat einen breiten in eine Artvon Rüffel endenden Kopf, einen große» mir wohl hundert scharfenKäbnei» besetzten Rachen, ist mit einer schuppigen sehr Karten Hautauf dem Rücken und Schwänze bedeckt und an den Hinterfüßen mitSchwimmhäuten versehen. Es läuft schnell, kann sich aber nur lang-sam wenden, hat eine große Stärke und stellt auch selbst den Men-schen nach. Daß es die Stimme eines weinenden Kindes nachahme,ist eine Fabel, jedoch rührt davon der Ausdruck her: Crocodil-Thränen weinen, d. b. geheuchelte.
Crösus, der letzte König von Lydien, lebte im sechsten Jahr-hunderte vor christlicher Zeitrechnung. Er war persönlich tapfer undvergrößerte ftiu ohnehin mächtiges Reich durch viele Provinzen inKleinasien. Seine Reichthümer, die er vorzüglich aus Bergwerkenund dem Goldsande deS Flusses Pactolus gezogen haben soll, warengrößer als irgend ei» König vorher sie gehaol hatte; und der Aus-druck i „Reichthümer des Crösus," bereichnere in der Folge uner-meßliche Schätze. Stolz auf den Besitz dieser Güter, ergab er sicheiner ausschweifenden Prachtliebe, hielt sich für den Beglücktestenaller Sterblichen, und empfand es einst sehr übel, daß der AttischeWeise, Solo», der nach der'gemeinen Erzählung an seinen Hofkam, beim Anblick dieser ungeheuern Schätze ihn für unglücklich er-klärte, und gegen ibn behauptete, man könne den Menschen erstjenseit des Grabes glücklich preisen. Allein bald entdeckte er dieWahrheit dieses Anssvruchs; denn er hielt sich nicht nur selbst fürhöchst elend, als er zwei geliebte Söhne durch gewaltsame LodeSar-ten verlor, sondern wurde auch vom Cyrus, den er zum Besten dekBabvivnicr bekriegt hatte; geschlagen, in der eroberte» HauptstadtSardes gefangen genommen und zum Sch.'ilerhaufeu verdammt. AlSschon die Flamme unter ihm wüthete, rief er voll schmerzlicher Rück-erlnnerung an SolonS wahre Rede'drei Mal aus: „O Solo»!^Cvrus, der den Sinn dieses Rufs erfuhr, wurde darüber gerührt,schenkte ihm Leben und Freiheit, nahm ihn als Begleiter auf alle»seinen Feldzügen mit, bebandclte ibn sehr gut. bemächtigte sich aberseines Reichs und seiner Schätze. Das Todesjahr des Unglücklichenist nickt bekannt; allein noch unter Cawbyses, Cvrus Nachfolger,lebte er, und ,mrging hier seiner Hinrichtung, die schon anbefohlenwar, nur durch die L'st einiger Hofdcdienten. Obschon Einige denganzen Vorfall mit Svlon läugnen, Andere aber die VerurtheilnuS