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sei» Sohn Richard Cromwell eininnthig zum Protektor ge-macht; er konnte sich aber nicht behaupten. Es entstanden neueStreitigkeiten zwischen dem Parlament und der Armee; und zu An-fange des Jahres it,6o rückte Monk, General der in Schottlandstehenden Truppen, unter dem Verwände, die Englische Armee demParlamente zu unterwerfe», in England ein, brachte es aber balddahin, daß ein neues Parlament aus königlich gesinnten Mitgliedernberufen ward, welches sogleich die alte Sraatsvcrsaffung herstellteund KarlII. als König ausrufen liest, der dann sehr bald unge-hindert alles das, was seinem Vater das Leben gekostet, ja nochmehr that.
Cronegk (Joh. Friedr. Freiherr von), wurde den 2. September1731 zu Anstach gehören. Sein Vater war Generalfeldmarschall-lieurenant des Fränkischen Kreises. Er genoß der sorgfältigsten Er-ziehung. r?4y ging er nach Halle, und von da 1750 nach Leipzig,ivo Kellert seinen Geschmack und sein Herz noch mehr ausbildete,und eben so sehr sein Freund als sein Lehrer war. Auch mit Na He-uer, Kästner, Weiße und dem Grafen Mvriz von Brühllebte er in der freundschaftlichsten Verbindung. Nach der Vollen-dung seiner akademischen Laufbahn machte er eine Reise durch Ita-lien und Frankreich, und bildete sich hier eben so sehr zum Welt-manne aus- als er besonders seine Ansichten über Theater und Schau-spiel berichtigte. 1757 setzte Nicolai einen Preis für das besteDeutsche Trauerspiel aus, in der Absicht, unserm Vaterlande gutetragische Dichter zn erwecken, an denen es damals noch sehr fehlte,hierdurch und durch Weißens Ermunterungen wurde Cronegkveranlaßt, seinen Codrus wieder vor die Hand zu nehmen, zu wel-chem er schon früher den Entwurf gemacht hatte. Er sendete dasStück einund erhielt den Preis, starb aber, ehe er die Nachrichtseines Triumphes erhielt. Sein Tod erfolgte den zi. Decemb. 175sim 26. Jahre seines Alters, und war für die Deutsche Bühne einsehr großer Verlust. Auch für didaktische und moralische Poesie hatteer ausgezeichnete Talente. Nach Cronegks Tode beförderte Uzdie hinterlassenen Werke desselben zum Drucke.
Cronstadt. Eine von Peter l. neu erbaute Stadt undFestung, nebst einem dreifachen Hafen auf der Insel Retusari.Sie liegen neben einander. Auf der Westseite der Hafen für die.Kauffahrteischiffe; er ist sehr geräumig. Auf der Ostseire für die Kriegs-schiffe mir dem Pulvermagazine. Der mittlere für die kleinernFahrzeuge der Krone und zum Ausrüsten und Abtakeln der großer».Sie sind alle auf der Leeseite niit starken Bollwerken beschützt.Nur ein Theil der Stadt ist gepflastert. Die Einwohner bestehenaus Seeleuten, Soldaten,, Handwerksleuten und vielen Fremdenaller Nationen. Man schätzt die Zahl der männlichen Einwohnetauf go,Qoo. Hier liegt die große Flotte, welche den wichtigstenTheil der Russisch-kaiserlichen Seemacht ausmacht. Der Hafenfür die Kriegsschiffe ist zugleich der Eingang zu dem 1719 ange-fangenen und 1752 vollendeten und eröffneten Kanal, der zur Aus-besserung derselben dient und seines Gleichen nicht hat. Diesessüße Seewasser hier ist den Schissen schädlich, weil sie darin eher fau-len. Das Wasser zwischen Cronstadt und Crvnschlott ist etwa 2000Schritte breit, und hat für die aus- und eingebenden Schiffe diegehörige Tiefe. Die Fahrt kann von beiden eröffnet oder gesperrtwerde». Ungefähr eine Meile vor Cronstadt liegen die Wachtschitst,