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Cynosura (Mythol. und Astron.) war eine von den Nymphe»auf dem Berge Jda, welche den Jupiter erzogen hatte. Sie wurdenachher unter die Gestirne, und zwar i» den kleinenBär versetzt.Die Phönicier richteten sich nach ihm bei der Sch'.ffsahrt, und ebendaher pflegt man ihn auch als Leitstern zu betrachten.
Cynrhius, ein Beiname des Apollo, vorn Berge Cvnthusauf der Insel Delos; auch Diana, seine Schwester, führt deshalbden Namen Cynthia.
Cypern, eine Insel auf dem mittelländischen Meere zwischenAleinasien und Syrien, im Alterthume sehr berühmt wegen ihrer un-gemeinen Fruchtbarkeit und wegen des daselbst herrschenden weicbli-chen Klimas. Wein, Lei, Honig, Wolle rc. waren ganz vorzüglichePrvducte, und mehrere berühmte Orte und Berge, z. B. Paphos,Amalhusa, Salamis, ferner der Olymp rmt einem reichen Venus-tempel machten auch das Land selbst berühmt. Venus wurde hierganz vorzüglich verehrt; denn hier stieg sie aus dem Schaume desMeers hervor, und betrat zuerst der Insel reizende Ufer. In denfolgenden Zeiten von eignen Königen aus dem Hause Lusigna» be-herrscht, kam diese Insel nachher an Venedig, welches sie big 157Zbesaß, wo sie die Türken unter Sei im II. eroberten, unter derenHerrschaft sie auch jetzt noch steht, aber leider! unter dem Druck der-selben nicht der Kultur genießt, deren sie allerdings sähia wäre: dieHauptstadt heißt Nikosia. Sie ist eine Domaine des Groß-Wes-sirs, von dem sie verpachtet wird; die Einwohner bestehen meistensaus Griechen.
Cypresse, die; ein Geschlecht von Bäumen, die sich unter,chei-den, dadurch, daß die Krone fehlt, der Kelch eine einblnmige Schup-pe, der Kelch der männlichen Blüte eine Schuppe des Kätzchens, derKelch der weiblichen Blüte eine Schuppe des Zapfens ist, daß dieStaubbeutel fadeulos sind und die Frucht eine eckige einfache Nußohne Schalenstücke ist (Luprss»»» O ). Am bekanntesten ist die im-mergrüne Cypresse (L„pie5-us »«mpoiviron, L..) welche gerade undspitzsäulicht wächst und deren dunkelgrüne schmale zugespitzte Blätterwie Dachziegel übereinander geschoben liegen und viereckige Zweigebilden. In den südlichern Gegenden dauern sie den Winter im Freie»aus und sind eine Zierde der Gärten. Des düstern Anscheins wegenist dieser Baum ein Sinnbild der Trauer geworden, daher die Aus-drücke : (Zypressen um das Grab pflanzen, unter traurigen Cypresse»wandeln. Asclepiades erzählt, Borcl, König der Celten, habe, alser seine Tochter Cvparissa verloren, diesen Baum um ihr Grab setzenlassen, daher er (Zypresse heiße. Nach Europa ist er von Cypern hergekommen. Dieses Vaterland und die immer grüne Beschaffenheitder Blätter dieses Baumes, ein Sinnbild der Treue, macht, daßauch die Venus und die Liebe oft in der Gesellschaft von Cypresse»gedacht werden.
Cypriani (N-), ein Italiänischer Maler, genoß in England, w»er sich niedergelassen hatte, eine große Achtung. Seine zahlreiche»Werke, durch Bartolvzzis Grabstichel in Europa verbreitet, athme»Grazie und Schönheit. Seine Zeichnungen haben zwar wenig Eba-rakler und Umfang, allein ihre Mannigfaltigkeit und Verschiede»«heit, der Ausdruck seiner Figuren, die Feinheit keiner Köpfe und dieZartheit seiner Umrisse haben ibm einen großen Ruf erworben. Eng-land verdankt ihm viel zur Erhöhung des guten Geschmacks. GernePrivattugcnden standen im Einklang mit seinen Künstlertalenke»-