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eine Zeit der Kindheit, ehe sie ihre Größe erreichten. Dieß war abernicht der Fall mit diesem Museum. Selbst noch in der Wiege zeigtediese Anstalt eine seltene Energie, ttebriqens zeichnete sich Gebettnin allen Lebcnsverl'äitnisseii, besonders in Hinsicht seinesUteran-schen, durch Gutmülhigkeit aus, durch Sanftheit und Natürlichkeitseiner Sitten. Er war weit von jener Anmaßung entfernt, welch?die eiaenc Gelehrsamkeit als die alleinherrschcnde zu betrachten Pflegt.„DieNepublik der Gelehrten," sagte er, „ist ja kein Kampfplatz,und unsere Federn sind ja keine Fäuste. Achten wir, lieben wir uns,klaren wir uns gegenseitig auf, und anstatt uns einander zu unter-drücken, laßt uns in Gemeinschaft ein Gebäude, errichten, der Wahr-heit geweihc, uns anvertraut zur allgemeinen Gluck,eligkeit.Von einer heftigen Krankheit befallen, nahm Gebe!in seine Zu-flucht z» Mesm er, und wenn die Anwendung c es thierischenMagnetismus die Quelle seiner Leiden auch nicht hob, 1» glaubteer sie doch wenigstens vor der Dand etwas verstovst. Kaum konnteer die Feder wieder halten, als er aus Dankbarkeit sie ergriff, umseinen Arzt wider die heftigen Angriffe zn vertheidigen, welche «Msein System geschahen. Er koncentrirte in dieser Schrift alle Grun-de, die nur fähig waren, die Sache, deren er sich annahm, "i dasvortheilhafteste Licht zn stelle», und übergab sie mit einer verfüh-rerischen Adresse.
Cvustou.Coustour, Nikolas (geb. zu Lyon am 9. Januarlüzz, gest. zu Paris den i. Mai 1733) «"d Gmllaume (geb. M7,gest. den 22. Fcbr. 1746,zu Paris), zwei Bruder, machten sich alsBildhauer berühmt, und gehören unstreitig zn denen, durch deren Be-mühungen in Frankreich unter Ludwig XV. die Scnlptur eine edleRichtung erhielt. Dem ältern spricht man erhabene Ideen und fei-nen Geschmack zu; er zeichnete richtig, gab seinen Figuren edleStellungen, zierliche und edle Gewänder. Vorzüglich geschätzt wirdseine Abnchmung von. Kreuze auf dem Sauptaltar der Pariser Ka-thedrale. Der jüngere Bruder war zugleich ein Schüler des alteren,und kein unwürdiger, weshalb er auch seinem Bruder in der «teiledes Direktors der Akademie für bildende Künste folgte. Von ihmwird vornehmlich geschäht das Grabmal für den Kardinal dü Bo:sin der Kirche St. Sonors. Ihn übertraf jedoch sein ältester Sohn,der ebenfalls Gnillanme dieß (geb. zu Paris 17 lü, gest. das. i?77),und welchem Joseph U. bei seiner Anwesenheit zu Paris eigenhän-dig den St. Michaclordcn anlegte. Die Statüen der Venus unddes Mars, die er 1769 für den König von Preußen in mehr alsnatürlicher Größe gearbeitet hatte, erwarben ihm allgemeine Bewun-derung ; sein in der Kathedrale der Stadt Sens errichtetes Grabmat«es Dauphins und der Dauphinc, der Kelter» Ludwigs XV1., traghden angemessenen Charakter majestätischer Einfalt. ,
Eovpel. Dieses Namens eristirte in Frankreich eine ganzeMaler-Familie, und man muß daher mehrere wohl von einan-der unterscheiden. ,) N 0 cl (Natalis) C 0 ypel, der Vater, geb.,«»gewiß ob zu Paris oder in der Normandie, und ob 1Ü28 oder 1629,»est. 1707 zu Paris. Im folaten seine Söhne 2) Antvine C 0 vpel,S°b-, zu PariS iü<» , gest. das. 1-22. 3) Nvel Nicvias C 0 YPe >,Wohnlich Eoypel der O»cle genannt, gell. zu Paris 1692, gest,7?'' ^733. Und endlich ein Sohn Antons 4) Charles Antoinss"vpol, geb. zu Paris 1994, gest. das. 1732. Alle waren alsÄlUer berühmt, obgleich das Verdienst, derselben nicht gleich groß ist»