Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Luft- oder Gasartcu; diejenige» aber, welche durch die bloße Wir-kung derKälre Uwe elastische Form wieder verlieren, werden insbeson-dere Dämvfe genannt. DieErzeugung derselben kann man schon be»einem gewöhnlichen Theekessel wahrnehmen; besser aber noch bet derWindkugel (Aeolipile) d. i. einer metallenen, mit einer ossm«Röhre versehenen Luge!, in welcher Wasser zoni Sieden gebrachtwird. Bei einem gewissen Grade der Wärine sangt das Wasser odereine andere Flüssigkeit an zu kochen, verwandelt sich in eine höchstelastische und flüssige Substanz, in Dämpfe, die aus der Röhre oderWindkugel wie ein deftiger Wind ausströmen, und in ein Gefäß ob«gleicher oder noch stärkerer Hitze ansaenommen, die Durchsl'chtiakeft,Elasticität und alle übrigen mechanischen Eigenschaften der Luft badenund beibehalten. Treffen aber diese Dämpfe außer dem Gefäße dieatmosphärische kältere Lust an, so erscheinen sie darin als ein Nebel,vermischen sich znlt derselben, und verschwinden endlich unvermerkt.Stoßen sie an die Oberfläche eines falten Körpers, z. B. eines Gla-ses, Steines rc. so verdichten sie sich in Tropfen, die ei» Theil derim Gefäß enthaltenen Flüssigteit sind. Die Elasticität der Dämpftist außerordentlich stark, und bringt, wenn dieselben in einen enge«Raum eingeschlossen werden, der ihrer Ausdehnung Widerstand ent-gegensetzt, beträchtliche Wirkungen hervor. Beispiele hieven si«bdas Knistern und Sprudeln des feuchte» Brennholzes, eines mitWasser benetzten Lampeudochts, die bohlen, mir etwas Wasser ver-sehenen Glaskugein, die auf glühende Kobien geworfen nur eine)«heftigen Knalle zerspringen, das bekannte Svielwcrk der Kinder, e>«mit Wasser angefüllter, zugepfropfter und über dem Feuer erhitztSchlüssel, aus welchem der Pfropf mit starkem Knalle fährt, dieDampfmaschine, die Vulkane und Erdbeben.

Dampfbad, das; in der Heilkunst, die Erwärmung kranke-GlicdcrdurchdenDampfoderDunst hei'ßerArzncimiltel, welche man a«dieselbe» steigen laßt; ein Dunstbad. Dann auch so viel amSchwitzbad, oje Erwärmung des ganzen Körpers in einer absichtlichsehr stark gebeizten Stube. Man schwitzt hier außerordentlich n«?ist gleichsam beständig in einem heißen Dampfbade. In der Sehe'.'dekunst, der Dampf dcS kochenden Wassers, eine» Körper darin «ul-zulösen, und die dazu nöthige Vorrichtung.

Dampf wasch ine. Eine merkwürdige Erfindung neuererZeit, wozu derMarquiF von Worcester die Idee zuerst angege-ben haben soll, die Savary ausführte. Sie ist besonders von dc«Engländern sehr vervollkommet worden. Diese Maschine wird dur«Dämpfe des siedende» Wassers in Bewegung gesetzt. Die bewegend-Kraft ist eigentlich der Druck der Lust oder auch des Dampfs gege«den luftleeren Raum, welcher durch plötzliche Abkühlung der heißt«Dämpft- entsteht. Man braucht sie gewöhnlich zur Hebung gk^ßer Massen Wasser, wo die dazu nöthige Feuerung leichter ««"wohlfeiler zu haben ist, als die Veranstaltungen, welche andere be-wegende Kräfte erfordern. Der Mechanismus dieser Maschine beru-het überhaupt auf einem Hebel oder Balken, der an dem einen E«b-mir Säugpumpen, die das Wasser bebe» sollen, an dem ander» «'^einem Kolben verbunden ist, welcher in einem Cylinder auf- ««,niedergeht- Der Cylinder oder Stiefel sieht mit einem kupferne»Kessel (Helme) i» Verbindung. Der Kessel steht über einem Ost«-dessen Feuer das siedende Wasser in Dämpft- verwandelt, welcheMaschine treiben. James Watt zu Glasgow in Schottland »>>