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rigung nicht entbehren, ja neuere Aunsttbeoristen muthcn kbucn sogarauch plastische (rein objektive) Darstellung zu. Wie wird dieß anders mög-lich seyn, als dnrch Täuschung 7 Freilich nicht eine solche Lauschn»-,daß wir etwas Falsches für wahr oder etwas Wahres für falsch hiel-ten, sondern durch eine solche, wodurch unsere Vorstellungen unswirkliche Dinge zu seyn scheinen, wodurch wir etwas in uus als et-was außer uns Befindliches betrachten, und Bilder, die wir selberschaffen, dnrch die Sinne wahrzunehmen glauben. „Es gibt," sagtÄlvpstock, „wirkliche Dinge und Vorstellungen, die wir uns davonmachen. Die Vorstellungen «on gewissen Dingen können so lebhaftwerden, daß diese un« gegenwärtig und beinahe die Drnge selbst zuseyn scheinen. Diese Vorstellungen nenn' ich fastwirkliche Dinge,bs gibt also wirkliche Dinge, fastwirkliche und bloße Vorstellungen.Die Gründe hiczu liegen tiefer, als es dem etwa scheinen möchte,der den Menschen nicht kennt und nur Philosophie schwatzt. Wersehr glücklich oder sehr unglücklich, und lebhaft dabei ist, der wirdwissen, daß ihm seine Vorstellungen oft zu fastwirkliche» Dingen ge-worden sind. Wie dieser die Gegenstände sich selbst darstellt, so stelltsie der Dichter Andern dar. Der Zweck der Darstellung ist Täu-schung. Die Darstellung des Dichters ist täuschender als des zeich-nenden Künstlers seine. Der Sinn entscheidet bei der letzten, u»ddieser untersucht das Gesehene, weil er länger daran haftet, ge-nauer, als der Geist das Gedachrc, und daher leichter entdeckenkann, daß er getäuscht wird." Nach der beberzigenswerrben Bemer-kung, daß mckt alle Gegenstände darstellbar seyen, spricht Klopsteckdann von den Mitteln, Darstellung in der Poesie hervorzubringen-Es sind folgende, von denen, der Beschaffenheit oder dem Inhaltegemäß, mehr oder weniger beisammen seyn können. ,) ZeigunSdes Lebens, welches der Gegenstand hat; 2) Genau wahrer Aus-druck der Leidenschaft; z) Einfachheit und Stärke; 4) Zusamme«-dränqung des Mannigfaltigen; z) die Wahl kleiner, und doch viel-bestimmender Umstände; S) die Stellung der Gedanken, daß jederda, wo er steht, den tiefste» Eindruck macht; 7) Innerlichkeit oderHerauShebung der eigentlichen innersten Beschaffenheit der Sacke-8) Ernst. Der Dichter bat eine solche Ueberzeugung von der Wabk-heit und Wichtigkeit seiner Gegenstände, daß man sieht, er redevielmehr um ihretwillen, als aus Neigung zu gefallen; y) dukwherzlichen Antheil des Dichters an dem, was er sagt. Die weitereAusführung »vldene Worte! lese man bei ihm selbst. (Ueb. Ste-che und Dichtkunst. Kamb. 177g. S. 243 fgg,) Von der Darstel-lung scherzhafter Gegenstände merkt er >m Vorbeigehe» an, daßI"ihre Eindrücke bloß auf die Einbildungskraft mache, die Darstelln»? ,des Ernsthaften hingegen auf die ganze bewegte Seele. Zum Gckl"' !theift er noch zwei Bemerkungen mit, die wir, um der Federungen 'der Totalität und Ideäkität willen» noch mittheilen. 1) Auch öl- jbeste » -rstellun« in diesem und jenem Theile eines Gedichts verliertetwas rnchmal nicht wenig von ihrem Eindrucke, wenn das GaEnicht .-rch Wahrscheinlichkeit, Ebenmaß, Absteckendes, gehaltenesHaupttvn und Zwecke, die auch Zwecke sind, ein schönes Ganzes ist-Ein solches Ganies stimmt die Seele für bie Wirkungen des darge-stellten Einzelnen, und erhält sie in dieser Stimmung. 2) Wen"der Dichter, die Waaschale in der Hand, und mir dem reinern Ge-fühle des Eindruck-, den er bervorrrinaci, will, von dem Angefülltten immer so viel, und dieß in so genauen Abstufungen vereint, s'*