Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Natur zeigen und erklären. Der Botaniker demonstrirt, indem er alleTheile der Pflanze vorlegt.

Dcmontiren, vom grobe» Geschütz gesagt, heißt: es un-dninchbar machen, indem man die Lavetten entzweischießt. Ein Rei-te«: ist demontirt worden, d. h. er ist von, Pferde geworfen, oder- abgesetzt worden.

Ils moerus» nil ni,i stsns (Ic>c>usn6um s»k), VVN Tod-te:» soll man nichts als Gutes reden.

Demvsthe „ es, geb. im Jahre 38 l vor Christi Geburt. Die-sen große Griechische Redner verlor im siebenten Jahre seinen Barer,den ihm zwar ein ansehnliches Vermögen hinterließ, um das er aberdurch seine Vormund, r erbracht wurde. Der Beifall, den er einst ei-nem Redner einernten sah, flöste ihm die erste Lust zur Beredsamkeitein. Allein seine ersten Vermcd hierin liefen so uiiglüctlich ab, daßer sogar ausgezischt wurde. Da die Ursache hiervon nicht in srine»Reden selbst, sondern bloß in der Art des Vertrags derselben lag, stsprachen mehrere Freunde dem fast verzweifelnden Demostbeires Muthein. Auch wurde lein Vifer, sich die Kunst des Bortrages zu erwer-ben, so groß, und der Erfolg davon war,0 glücklich, daß Demostlst-mes ledem angebenden Redner zum Beispiel dienen kann, wie weitman es durch Fleiß im Vortrage bringen könne. Er schor sich denKopf ab, um genöthigt zu seyn, zu Hause zu bleiben, und sich zuüben; hier nahm er bald Kieselsteine in den Mund, und übte sich, stzureden, bald stellte er einen Spiegel vor sich hin, um seine kör-perlichen Bewegungen zu beobachten u. s. f. Und als er sich nach die-sen Anstrengungen am Ziele der Vollkommenheit sah, erklärte er frei,Laß er den Vertrag für das erste und letzte Stück des Redners halte.Am stärksten und wirksamsten zeigte sich seine Beredsamkeit, als er dasIivteresse und die Freiheit von Griechenland gegen den König Phi-lip p u s zu vertheidigen «nternabm. Philippus selbst pflegte zusagen, daß ihm die Beredsamkeit des DemostbeneS allein meistgeschadet habe, als alle Truppen und Flotten der Atkenienser. Diesergroße Mann hatte jedoch zwei Fehler, erstlich: er war geschickter,die Tapferkeit seiner Landsleute zu loben, als nachzuahmen, welcheser vorzüglich durch seine Flucht in der Schlacht bei Cbaronea bewies!ein Fehler, welcher sich jedoch durch seine schwache Konstitution ent-schuldigen läßt; zweitens, wenn gleich Phil ippus Geld keine»Eingang bei ihm fand, so ließ er sich doch übrigens leicht bestechen,weshalb er auch einst zu einer Geldstrafe und zum Gefängniß verur-thcilt ward. aus welchem letzter» er jedoch entwischte. Nach Ale-xanders Tode riefen ihn die Athenienser ehrenvoll zurück; alsaber, nach der Schlacht bei Cranon, Antipatcr und Cra te-il us auf Athen losgingen, verließ Demosthcms und seine Partei i»dieser dringenden Nord die Stadt. Demosthenes rettete sich i»einen Tempel, wohin ihm Antu aber nachsetzen ließ, ohne ihn jedochanders als todt zu finden; wahrscheinlich hatte er Gift genommen.Er starb im 62. Jahre seines Alters. Seine Beredsamkeit war sie-gend; Cicero selbst erklärt ihn kur den größren Redner. Mir Rechtrühmt man die Kunst an ihm, die Aufmerksamkeit silier Zuhörer un-vcrruckt auf dem Gegenstände z» erhalren; er war weit enrfernt, siedurch Schmuck von der Sache auf sich selbst zu lenken. Friedrich <t.ln seinem Briefe über die Deutsche Literatur, charakteristrr ibn vor-trefflich. indem er ihn folgendermaßen mit dem Cicero vergleicht!