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Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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beim Zutritt der freien Luft bewirkt, wie z. bei manchen Metalle»,die dadurch in Kalk verwandelt werden. Wenn man gewisse Körpermit wichen erhitzt, oder glüht, die das Brennbare selbst gern an sichrudere, wie dieß z. B. bei der Verpuffnng der Metalle mit Quecksil-ber der Fall ist, so dexbloqistisirt man sie ebenfalls. Es geschahtmeß ferner durch die bloße Vermischung zweier Flüssigkeiten, wovondu erne das Brennbare der andern nach sich zieln, wie z. B. bei derNeieitnng des Königswassers aus Salz und Salpetersäure. Auch beiden Auflösungen der Metalle erfolgt jederzeit eine Dephlogististrung,angleichen der den (Währungen. Kennzeichen di-ies chemischen Prozes-ses sind die Entbindungen von brennbarer, pblogi,cissrter, firer,schwef isaurer, salpetriger, hcxatischer oder flüchtig alkal:,cpcr Luft;iuweilen auch aufsteigende, leuchtende Dünste, Funken und Flam-men, und die Einsaugung der Lebenslust, deren Umfang abnimmt.2» der neuen Französischen oder antiphlvgistischen Chemie ist dre De-PH'.vMisjrung oder Entbtsnnbarung der Körper ausgeschieden. —Dephlvgistisirte Luft; Luft, welche frei von drenndaremWesen ist. Die gemeine Lust, welche wir täglich cinathme«, ist auszweierlei Art von Luft zusammengesetzt. Die eine Lustalt,,welcheungefähr zwei Drittdeile davon ausmacht, ist für sich allem födtlich,taugt daher Nicht zum Eiliarl,men; auch kann kein Licht in ihr bren-ne», Die andere Lustart hingegen, welche ungefähr ein Drittbestbeträgt, ist die reine oder dephlvgistisirte Lust, welche alleinzum Einathmeu taugt, und in der die Lichter mit der lebhafteren»lamme brennen, da sie eigentlich dem Feuer zur Nahrung dient.Man »ennt sie daher auch Lebenslust. Sie allein cinzualhme»ist indeß nicht dienlich, weil man in ibr das Leben zu geschwind ver-leben würde. eben so wie ein Licht in ihr zu geschwind verbrennt,ibergl. den Arr. brennbare Luft.

Deplovike n, aus der Colonne aufmarschiren; sich entwickeln;es gcichieht vorwärts und rückwärts. Es wurde im I. l ?48 zuerstdei der Preußischen Armee eingeführt- Sie war zwar schon >745bei der Schlacht von Hokienftiedberg auf eine ähnliche Art aufmar-ichirt, allein nur zufällig und nicht nach festen Grundsätzen.

Qsponvn». heißt in der Latein. Sprachlehre ein Verbumober Zeitwort, das die Form eines Leidenden (p-sirvi), aber dieBedcntunz eines wirkenden Zeitworts (»crivi) hat, j. B. korror.xiscoi. — Deponent, der etwas verwahrlich niederlegt; desgl.einer, der etwas gerichtlich aussagt; ein Zeuge. — Deponiren,verwahrlich niederlegen, oder in gerichtliche Verwahrung geben,L-B. Gelder, an welchen das Eigenthvmsrccht streitig ist , depvni-ren, bis der Streit entschieden oder gütlich abgemacht ist. Auf Uni-versitäten hieß in vorige« Zeiten deponiren: einen neu angekomme-nen Studirendcn auf eine'Bank legen, an ihm Hobeln, ihm dieHaare mit Sägespäneu auskämmen, allerhand lächerliche Fragen an ihnMn, und ihn auf diese Arr abhobeln und dadurch einweihen,^teser auf den Schulen der Weisheit abgeschaffte Gebräu» bat sichTbeil noch bei den Buchdruckern erhalten- — Depositär, der, oder derjenige, dei dem etwas zur Verwahrung nicder-uttegt ist— Depositor, der erwas zur Verwahrung niederlegt.—

A/Pvsite ngelde r niedergelegte. — Depositen buch, ist

5" gerichtlichen Behörden das Buch, worin die niedergelegten Gel-V.l verzeichnet sind.—Depositenschein, ist ein von dem Gerichte«ver niedergelegte« Geld ausgestellter Cmpfangschciu. — Deposito-