452 C r d
Eine Kugel von w ungeheurem Umfange, wie unsere Erde, undringsum vom Luftkreise oder dem scheinbaren Himnulsgeivölbe »m-geben, kann norhwendig dem Auge des in der Ebene siebenden Be-obachters keine andere Erscheinung darbieten ais die beschriebene/und sckon aus dieser Erscheinung muß der Nachdenkende auf die K»'gelgestalt der Erde schließen. Wie könnte sich uns von jedem belie-bigen Standpunkte aus die Erde als eine vorn Himmelsgewölbe be-gränzte Fläche zeigen, wen» sie nicht eine rings vo» diesem ein>e-schlvffeue Kugel wäre; wie könnte sich sonst der Gesichtskreis in ehe-dem Grade erweitern,, als wir unsern Standpunkt h,öber nehme»'wie wäre es sonst erklärlich/ daß wir die Spitzen und Gipfel EThürmen und Bergen aus der Ferne eher erblicken als ihren Für-Aber süßer diesen zunächst in die Augen fallenden Beweisen gibtuoch andere für die runde Gestalt der Erde. Dahin gehörenErscheinungen ihres Schattens in runder Gestalt auf demwenn dieser durch sie verfinstert wird, der successive AufgingUntergang der Sonne über der Erde, die Ungleichheit von Lag.U,Nacht, der veränderte Stand nnd Laus der Gestirne und das allmaiAVerschwinden der einen und Sichtbarwerden anderer, so wie wer»'mehr und mehr von dem Aequator entfernen und den PolenEndlich ist es auch nur bei der Kugelgestalt der Erde mössicb' ^zu umschiffen, we 1519 — 1522 Magela» zuerst und nach ib»>andere gethan haben. Die Art, wie unsere Erde diese runde ^stalt angenommen hat, leuchtet sehr wohl ein, wen» wir l>»bei ihrer Entstehung als eine noch weiche bildsame Massedie^ indem sie sich um sich selbst schwingt, vermöge derjeden Theil nach den übrigen treibt, woraus denn eine "" ,„r-Richtung aller Theile nach dem gemeinschaftlichen Mittelpunkts,^steht, aus der die Gestaltung der Kugel nothwendig solar. .blöde Unwissenheit von dem Herabfallen unserer Antipodenm. gegen die Kugelform der Erde hat einwenden wollen,nichtig zusammen, wen» man erwägt, daß bei einer u>>M §rKugel, wie die Erde, der Begriff von Oben nnd Untenwegfällt, daß alles nach dem Mittelpunkte derselbe» dieund daß, wenn von unten und oben die Rede sey». abetganze Augelfläche das Unten, die sie umgebende Atmo 11 ch^dj„istdas Oben ist. Wenn wir indeß die Erde geradezu und dn.g>eine Kugel nennen, so ist das strenggenommen nicht E» ei»'Sie weicht von der Kugelgestalt ab, denn sie ist an den V ^gedrückt oder abgeplattet. Darauf wurde man zuerst d"weichungen rn dcü Schwingungen des Pendels unter demnnd nach den Polen zu geführt. Man beobachtete, daß i>e^um so langsamer seine Schwingungen machte, je mehr ^
Aequator uäberle und schloß daraus zunächst auf die "am. "zu abnehmende Schwerkraft. Diese aber ward dadurch „ grok.ein Mal der Kreis der täglichen Umwälzung am Aeg»a ge>
ten, die Körper mitbin schneller als a» den Pole» "ss.., SäM" «rwerden, und dann weil unter dem Aequator die Richtung „v
kraft gegen den Mittelpunkt gerade, na» den , gen E
schief entgegengesetzt ist. Man schloß aus diesen Mol E" ^ ettig, daß die Erde eine an den Pole» abgeplattete K» t"^ 0SPhär0 idsey, und erklärte diese Gestalt sehr ßi^^schw»"ßss> ^,Erfahrung, daß die Theile einer weichen um zusttoN"
Masse, sich von den Polen wegdränge» und der M«"