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Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Frankreich «nd England dadurch gestört wurde, und mau hatte Rechtzu sagen, daß in demselben der Hof von Versailles gegen die Ver-träge , gegen die Ehre «nd gegen die Vernunft kämpfte. Der Vor-warf. daß Fleury durch Vernachlässigung der Marine den Grund i»der Uederlegenheit Englands gelegt habe, trifft nicht ihn, sondernLudwig XlV. und den Herzog-Regenten, die bei den friedlichen Ver-hältnissen mit England ihrer nicht zu bedürfen geglaubt hatten; derTadel aber, daß der Kardinal alle Verhandlungen mit zu großerZurückhaltung und Langsamkeit betrieben habe, ist so wenig gegrün-det , daß er vielmehr ein schönes Lob für ihn wird. Die Politik »e»Kardinals, übereinstimmend mit seinem Geiste, war friedlich , w«d''meinend, »nd strebte überall nach Ordnung und Harmonie; so wem-er selbst sich durch hervorstechende und geniale Eigenschaften auszn«riete, eben so wenig griff er in seinen Unternehmungen zu dem AußAordentlichen; aber er wußte alles mit ruhiger Klarheit richtig Adurchschauen, es fehlte ihm nur an Kraft und Feuer, sein richtEUrtheil jedes Mal auszuführen oder von Andern ausführen Ulassen. Als er an die Spitze des Staats trat, befand sich Frankrel«in der bedenklichsten Lage. Die Finanzen waren zerrüttet,Handlung verfallen, der Kredit vernichtet, der Hof wenig geE^die Kirche in Verwirrung, das Sittenverderbniß allgemein, die V«tion verarmt und entkräftet und von äußern Feinden bedroht; Fle>»v,minder stolz, als Richelieu, und minder ränkevoll, als Mazarw'heilte diese tiefen Wunden, und wenn er, in der falschen Bedeutu--des Worts, weniger groß, das heißt weniger berühmt ist , so s hhührt ihm bei weitem mehr Achtung, weil er ohne Blutvergießen »»grausame Mittel Frankreichs Glück im Janera, so wie sein Anst*von außen erhöhte und befestigte.