XXVII
Ari
ten und Bücherhandel stark «nid glücklich hicknli'rte, nicht billigenkonnte- Herr von Archcnholz begab sich von Paris nach Hamburg.Dieser neue Aufenthalt hatte manchen Reiz für ihn. Er ließ sichförmlich mit seiner Familie daselbst nieder, kaufte sich im Holsteini-schen an, machte im I. i8io eine Reise nach Berlin, kehrte abernach einem Aufenthalte von 6 Monaten auf sein Gut Ovenborf, inder Nachbarschaft von Hamburg, zurück, wo er den 28. Febr. rgiran einer Lungenentzündung und dazu getretenem Schlagflusse im71.Jahre seine« Alters starb. Er ist auch Verfasser des Lebens Gu-stav Was«'s und Herausgeber der Geschickte der Flibu-stier. Er hinterläßt eine Witwe mir drei Lindern» einem Sohnund zwei Töchtern.
»Ariosto (Lodvvico), war im 1 .1474 geboren, ob zu Reg-gi» oder zu Fcrrara scheint nicht völlig ausgemacht zu seyn, dennwenn gleich für ersteres die gewöhnliche Meinung ist. so bat dochauch die letztere Angabe vieles für sich, und im Jahre i koi ließ derFranzösische General Miollis die Gebeine des Dichters nach Ferrara,als seinem Geburtsorte, bringe», wo sie seitdem an einem würd!»gen Orte aufbewahrt werden. Er stammte aus einer mit deu Her-zogen von Fcrrara verwandten Familie, und war von fünf Brüdernund eben so viel Schwestern der älteste; sein Vater, Namens NicoloAriosto, war Gouverneur von Reggio und Daria Malagnzza. Schonals Knabe zeigte Ariosto bei seltenen Fälligkeiten eine große Neigungzur Poesie. Sein Varcr wollte ihn der Rechtsgelchrsamkeit widmen,er aber fand einen süßen Genuß in dem Umgänge der Musen, undopferte gern ihren himmlischen Gaben die glänzende» Aussichten auf,die jhm sein Talent und seine Verbindung mit dem regierende«Hau,e Este eröffnen. Aber ungeachtet seiner wid.rsneilendenNeigung konnte er sich den Geschäften nickt ganz entziehen. Er er-'cklen zwei Mal als Gesandter seines Herzogs bei dem erzürntenstapft Julius II., und wußte die Gunst desselben für sick »nd seinenHerrn zu gewinnen. Diese wichtigen Dienste sowohl als seine Dich-tertalente erwarben ihm das Wohlwollen und die Liebe des edel» undkunstliebenden Alfons in hohem Grade, auch stand er in den Dien-sten des Kardinals Hippolit von Este, des Vrnders des Hcrzcgs,ollem jenem erlaubten die bedrängten Jcitumstände nicht, den Dicb-ter mit fürstlicher Freigebigkeit zu lohnen, und dieser war zu wenig«enner, schätzte in Ariosto weniger den Dichter, als den brauchbarenWchasrsmann und angenehmen Gesellschafter, und war ungehalten.
""Liebe zur Dichrknnst ihn oft seinem Umgänge entzva. So
Anosto als Statthalter in der rauhen Garfagnana in sebr mäßi-»e» Glückeumständen, und starb zu Fcrrara >m I. igzz. Als D>ch-
üehork Anvsrv zu den ersten Mejstcrn aller Zeiten und aller Na-. vnen; ftm Orlsncko kurioio (der sich an Vojardo's 0 >l»nckc>»»molare, anschließt, »»d vdne diesen nicht in allen Theilen ver-1 «ndeu werden kann) ist ein vollendetes romantisches Epos, das inRücksicht irgend einen Vergleich erlaubt, als um da-rch die Eigenthümlichkeiten desselben aufzufinden. Abgeschmackt ist- ' ".^ersuchen zu wollen, ob Ariost, oder Taffo, oder Davke g^ßer».?' ein jeder in seinen Werken als vollendet unv »nüb>rtrefflichdi- Forschen wir aber nach den hervorstechenden Eigenschaften,0i8n. ^ tn seinem Orlanäc» entfaltet bat, so finden wir einen»'«Njtnden und unerschöpflichen Reichthum der Erfindung, ein rast.