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Nachricht. 'Nun studirte er auch, als unentbehrliches Hülfsmittelzur Kenntniß der alten Geschichte Indiens, die Sanskritsprachc mitdem größten Eifer. I. I. i /85 erschien zu Ealcutta eine periodi-sche Schrift, Dbs LZiLtic lVliscellsnz-, welche größtenteils Aus-züge aus Büchern enthielt, die in Europa erschienen waren, und de-ren Inhalt sich auf Indien bezog. Die ersten beiden Bände ent-hielten sehr viele Beiträge von JoneS, welche rühmliche Beweisevon der großen Gewandtheit seines Geistes sind, welcher sich denverschiedenartigsten Gegenständen und Behandlungsarten anzuschmie-gen wußte. Ein Hauptzweck seiner literarischcn Bemühungen gingdahin, seiinen Landesleuten eine vollständige Sammlung v»n den Ge-setzen der Hindus und Muselmänner zu liefern, zu welchem Endeer, nach vorher erbetener und auch erhaltener Unterstützung desGouvernements, mit größter Sorgfalt für das Geschäfft der Kom-pilation eine hinlängliche Anzahl der gelehrtesten Hindus und Mu-hamedaner auswählte, den Plan des Ganzen entwarf, und dieHandschriften nachwies, woraus geschöpft werden 'ollte. I. I. 178serschien der erste Band der der Societät zu Ealcutta,
von welchem Jones nicht allein die Auswahl der Aufsätze, sondernauch die Correctur des Drucks besorgte. Seine eigenen Arbeitenmachen gerade den dritten und, lehrreichsten Theil dieses Bandesaus. Während seines Lebens erschienen nach zwei Bände dieserNachforschungen, und nach seinem Tode drei andere. Durch diesesWart ist man weit genauer von der Geschichte, den Alterthümern,Künsten und Wissenschaften Indiens belehrt worden, als es vorherder Fall war. In eben demselben Jahre lieferte Sir WilliamJones die englische Uebersetzung eines alten indischen Schauspiels,SacoNtala, oder der entscheidende Ring, welches eineachte und höchst anziehende Schilderung der altindischen Sitten ent-hält, uüd ohne Zweifel eine der größten Merkwürdigkeiten ist,welche aus der asiatischen Literatur bisher bekannt geworden find.Kalidas, der Verfasser dieses Schauspiels, lebte noch vor EhristiGekarrt, nicht lange nach Terenz, und verfertigte mehrere Schau-Licle und Gedichte, wovon jenes bisher allein übersetzt worden istI. I. 1794 erschien seine Uebersetzung der VerordnungenMenu's, welche das ganze indische System religiöser und bürger-licher Pflichten enthalten. Menü wird von den Jndiern als daserste aller erschaffenen Wesen, und nicht nur als der älteste, sondernauch als der heiligste Gesetzgeber verehrt. Eines Abends kam Jonesvon einem Spatziergange zurück, und klagte über fieberhaftes Uebel-befinden. Es fand sich bald, daß seine Krankheit eine i» Indiensehr gewöhnliche Leberentzündung war, welche auch bereits 7 Tagespäter, am 27. April -794, seinem Leben ein Ende machte. Dieserdenkwürdige Mann besaß eine solche Menge Kenntnisse in Künsten,Wissenschaften und Sprachen, als sie vielleicht noch niemand, we-nigstens nicht in einem höhere'» Grade, besessen hat. Ungemeingroß war seine Sprachgelehrsamksit im Griechischen, Indischen, Per-sischen und Arabischen; auch die türkische Sprache war ihm geläufig,und von der stnefischen, so wie von deren Schrift, hatte er genuggelernt, um eine Ode des Konfucius zu übersetzen. In den neuerneuropäischen Sprachen war er, wie sich von selbst versteht, nicht we-niger-geübt. Außer diesen Sprachwissenschaften, die er nur stetsals Hülfsmittel zum Zwecke, und nicht als diesen selbst betrachtete,