ZSO Kutusow
der unvorhergesehenen Capitulation von Ulm ein. Er zog das klein!österreichische Corps des Generals Kicnmayer an sich und hielt denganzen Andrang der französischen Armee auf. Auf dem rechten Do-nauufer, auf welches er überging, wurde er von den Franzosen leb-haft verfolgt und mußte-mehrere Gefechte, namentlich den iz. undig. Nov. das glückliche bei Dürnstcin gegen den Marschall Mattierbestehen. Der deutsche Kaiser schickte hhm zur Belohnung seinesBenehmens bei dieser Gelegenheit das Großkreuz des Marie-There-sienordens. Nachdem er sich hierauf mit den andern russischen Corpsvereinigt hatte, commandirte er unter dem Kaiser Alexander diealliirte Armee bei Austerlitz, wo er verwundet wurde und zugleichseinen Schwiegersohn, einen hoffnungsvollen jungen Mann, verlorIn dem letzten Türksnkriege ward ihm vom Kaiser Alexander derAuftrag ertheilt, den Kampf an der Donau zu beendigen. Nachdemdieß geschehen und Kutusow nach Rußland zurückgekehrt war, erhielter, ein siebenzigjähriger Kreis, das Obercommando über die russi-sche Armee in dem russisch-französischen Kriege von 1812. InderSchlacht bei Mosaisk (von den Russen die Schlacht bei Borodino ge-nannt) , welche hartnäckig und mörderisch mit abwechselndem Glücke10 Stunden gedauert hatte, gab er, nachdem die Widerstandskraftder Russen erschöpft war, das Zeichen zum Rückzüge und marschirteauf Moskau zu, damit ihm dahin der Feind folgen möchte. Kamhatte er diese Stadt erreicht, als auch sein Gegner bereits vor denThoren derselben erschien. Kutusow verließ seine- genommene Stel-lung und richtete, während Napoleon meinte, er werde sich nachAsien wenden, seinen Marsch nach Süden, wo er sich bei Tula undKaluga in der Flanke der französischen Armee von neuem aufstellte.Unterdeß nöthigte der Brand von Moskau, durch welchen' Napoleondie Grundlage des zu unterhandelnden Friedens verloren hatte, die-sen zum Rückzüge. Vorher wollte er aber noch versuchen, welcheVortheile ihm eine betrügerische Verschlagenheit in den angeknüpf-ten Unterhandlungen gewähren dürfte: aber Kutusow begegnete je-der von Napoleon angewandten List mit wahrhaft scharfsinnigerWürdigung der obwaltenden Verhältnisse und gewann dadurch denunschätzbaren Vortheil, daß die Jahreszeit vorrückte und der Ein-tritt des Winters die natürliche Stärke der Russen vermehrte. Alsendlich kein Augenblick mehr zu verlieren war, hatte Napoleon kamdas Zeichen zum Aufbruche gegeben, als Kutusow's rechter Flügeldie französische Reiterei bei Tarutino überfiel und einen große»Theil derselben vernichtete. Bei Malo-Jaroslawctz wollte NapoleonKutusow's linken Flügel aufreiben, damit der Rückzug der Franzo-sen auf Smolcnsk desto gefahrloser bewerkstelligt werden könnte;allein Kutusow, leistete einen Widerstand, der die Absichten desfranzösischen Kaisers vereitelte, und hatte, ehe Napoleon über Smo-lcnsk bei Krasnoe anlangen konnte, diese Gegend bereits durch ei-nen Flankenmaxsch gewonnen, wo er mit Ungeduld seinen Gegnererwartete. Kaum war demnach dieser angelangt, als von beide»Seiten mit erneuerter Erbitterung gekämpft wurde. Kutusow Wßan dem einen Tage die Armee des Fürsten von Eckmühl, am fol-genden die Arrieregarde des Herzogs von Elchingen. Mehr alsso,ooo Gefangene, Beute ohne Maaß, und unter dieser mehrerefranzösische Adler, waren der Lohn von Kutusow's Anstrengungen.Er stellte dann die Verfolgung des Feindes für einige Tage ei».Zur Verewigung dieser-Siege erhielt ex von dem Kaiser Alexander