Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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inilitarische Laufbahn begann er im siebenjährigen Kriege. Eriiente in dem Feldzuge von 1767 und 58 als Capitän in dem sei-nem Vater zugehörigen Regiments de Ligne. Dieß Regiment undder junge Prinz, verschon die Seele desselben war, bedeckten sichmit Ruhm in der Schlacht von Collin, welche Daun gegen Frie-drich gewann. In den Gefechten, die jenem Siege folgten, zeigteder Prinz sich beständig auf den Vorposten, und in der Schlachtbei Leuthen, wo Preußens König die erlittene Niederlage rächte,sah man ihn das Regiment unter einem Regen von Kugeln mehr-mals sammeln und endlich den Rest desselben durch die schrecklich-sten Wege nach Böhmen zurückführen, wobei er selbst mit nichtsals einem Stück groben Brodtes seine erschöpften Kräfte herstellte.Da der Oberste des Megimrnts in Gefangenschaft gerathen war,ward er im Winter von 1768 auf S9 zum commandirenden Ober-sten desselben ernannt. Ep war es, der nach Paris gesandt wurde,um Ludwig XV. die Nachricht von der Gefangennehmung des Ge-nerals Frik mit iSoon Preußen bei Maser,, zu welcher er mitge-wirkt hatte, zu überbringen. Er verlebte einen angenehmen Win-ter in Paris und kehrte zurück, nachdem er, wie er selbst sich aus-drückte, viele Bekanntschaften, Unbesonnenheiten, Bemerkungen undSchulden gemacht hatte. Im I. ,760 befand sich der Prinz beimArmeecorps des Generals Lascy, welcher sich der Städte Berlinund Potsdam bemächtigte. Nach dem siebenjährigen Kriege warder Generalmajor. Als solcher stand er in einer niederländischenGarnison, wo er den damaligen Grafen Artais kennen lernte, der.ihn einlud, wieder an dem französischen Hofe zu erscheinen. Demzufolge sah man ihn zon »766 bis 1787 bald zu Paris, bald zuVersailles. Die Großen, die liebenswürdigsten Frauen, die geist-reichsten und berühmtesten Gelehrten wetteiferten um den Besitzdieses Fremdlings, den mam für einen gebornen Franzosen hielt.Man bewunderte den richtigen und tiefen Sinn, der sich in tausendmuthwilligen Spielen des Witzes entwickelte. Bei Hofe wußte erdie ganze Würde eines Großen mit der Liebenswürdigkeit einesgeistreichen Mannes zu vereinigen. Er hatte Zutritt in dem ver-trautesten Kreise der königlichen Familie, vorzüglich in den herr-lichen Abendstunden von Klein-Lrianon, welche die Revolutions-männer so grundlos als Orgien geschildert haben. Auch verschmähteer es nicht, den Theaterheldinnen seine Huldigungen darzubrin-gen. Diese Verbindungen verwickelten ihn in einige kleine lite-rarische Intriguen und der Geist derselben wirkte zuweilen aufseine Urtheile. Namentlich faßte er gegen Marmontel einen Wi-derwillen. Als leidenschaftlicher Liebhaber von Reisen, wandte derPrinz seine Sommer dazu an, England und Italien, Voltaire zuFermy, den Prinzen Heinrich in Rheinsberg, und Friedrich denGroßen in Sanssouci zu besuchen. Im I. 1770 wohnte er derZusammenkunft dieses Monarchen mit Joseph Ii. in Schlesien bei,und nachdem er als General en Chef eines Corps Eliten - Grena-diere in dem kurzen Kriege von 1773 gegen den Prinzen Heinrichgefochten hatte, stattete er 1786 demselben einen Besuch ab underfuhr die verbindlichste Aufnahme. Früher, im I. 178a, hatte erden Petersburger Hof besucht, wo sein ältester Sohn, der mit einerPrinzessin Maffalsky verheirathet war, 400,000 Rubel zu fordernhatte. Er gewann die Gunst der Kaiserin, deren leidenschaftlicherBewunderer er ward, und kehrte mit Portraits, Dekorationen und