Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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Lippe,

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> «sn weiblichem Bimsteine, welcher eine beträchtliche Handelsquellegiebt, weil fast aller Bimstein, der im Handel vorkommt, von^ hier ausgeführt wird. Au Lipari ist auch der Handel mit Süd-- flüchten, vorzüglich mit Weinbeeren und Feigen, sehr beträchtlich.Bolcano und Strombett haben feuerspeiende Berge; besonders wirftEtromboli das ganze Jahr hindurch Feuer und glühende Steineaus, dessen Glanz bei Nacht in großer Ferne gesehen wird.

Lippe (das Fürstenthum) erhielt seinen Namen wahrscheinlich«om Flusse Lippe, an welchem im raten Jahrhunderte die Stadttippe erbaut wurde. Die Vorfahren des jetzigen Fürstenhauses,wenn dieses auch nicht von dem römischen Geschlechte der Mantier,oder vom sächsischen Wittckind abstammt, gehörten doch bereits imraten und rZten Jahrhunderte unter die kriinates Westplraloririrr,welche als Dynasten oder edle Herren ansehnliche Länder erblich be-saßen. Bernhard von der Lippe besaß 1129 die Stadt Lem-go, Bernhard II., dessen Sohn, war ein Freund Heinrichs desLöwen. Bernhard III, (1280) erwarb mit seiner Gemahlin dieHerrschaft Rheda. Simon I., dessen Enkel, (im rq-ten Jahrhun-derte) erbte einen Theil der Grafschaft Schwalenbcrg. Simon III.,welcher die Grafschaft Sternberg erwarb, errichtete 1863 das ?s-ctuin kacis, nach welchem der erstgeborne Sohn allein regierertsollte. Erst Bernhard VIII., welcher igS8 starb, nannte sicheinen Grafen von der Lippe. Sein Sohn, Sim 0 nVI., ist dernächste Stammvater des jetzigen lippeschen Hauses. Er theilte seineBesitzungen unter seine drei Söhne, von denen Simon VII. dieLinie Detmold, Otto die Linie Bracke, und Philipp die LinieBückeburg stiftete, — I. Detmold ward vonSim 0 n VII. und nachdessen Tode (1627) von seinem Sohne Simon Ludwig regiert.Ihm folgte 1686 sein Bruder Johann Bernhard; diesem r 65 rsein dritter Bruder, Herrmann Adolph; diesem 1666 sei»Sohn Simon Heinrich, welchem 1697 sein Sohn FriedrichAdolph folgte. Dieser nahm, nachdem die brackesche Linie, welcheOtto, der jüngste Sohn Simons VII. gestiftet hatte, 1709 mit Lud-wig Ferdinand erloschen war, die Länder derselben in Besitz, ohneaus die Rechte der bückeburgischen Linie Rücksicht zu nehmen undverband sie mit den detmoldischen Ländern. Er starb am >A. 2 ul.1718. Sein Sohn, Simon Heinrich Adolph, erhielt im Jahr1720 vom Kaiser Carl VI. die reichsfürstliche Würde und starb am10. Lct. 1784. Sein Sohn und Nachfolger, Simon August,starb am r. Mai ^782. Dessen Sohn und Nachfolger, Friedrich,Wilhelm Leopold erhielt 1789 vom Kaiser Joseph II. die förm-liche Bestätigung der rcichsfürstlichen Würde. Dieser starb am4, April igos. Sein minderjähriger Sohn, Paul AlexanderLeopold, welcher am 6. Oct. 1796 geboren worden ist, steht un-ter der Vormundschaft der Mutter, welche im Namen ihres Sohnsam 18. April 1Z07 zu Warschau dem Rheinbünde, nach der leipzigerSchlacht aber dem Bunde gegen Napoleon beitrat. Das Fürsten-thum Lippc-Detmold, aus welches das Haus Braunschweig die An-wartschaft hat, enthält nahe an 28 Quadratmcilen und 70,640 Ein-wohner. Es wird in 10 Aemter eingetheilt, in welchen 5 Städte,4 , Flecken und 162 Dörfer befindlich find. Lippe (Lippstadt),die regelmäßig gebaute Hauptstade, an der Lippe, gehörte eh m ttszur Hälfte den Grafen von der Mark. Dieser Antheil ist jedoch ausder jülichschen Erbschaft dem kurbrandrnburzischen Hause zugefallen,