Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
Seite
737
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i/gZ—1806. 107 Bde.). Weit mehr kritisircnd als referirend be-stritt sie mit einer bis dahin noch nicht gesehenen, oft an Keckheitgränzenden Freimüthigkeit verjährte Borurtheile, brachte eine Men-ge neuer Ideen in Umlauf, war in Rügen streng und schonunglos,doch meist unparteiisch, und führte eine neue schöne Periode derdeutschen Kulturgeschichte herbei. Zu und in dieser wirkte thätigmit die Allgemeine Literaturzeitung (zu Jena 178S vonF. I. Verbuch gestiftet, und von L. G. Schütz und G. Hufelandrebigirt), an welcher die trefflichsten Männer Deutschlands arbeite-ten. Wenn sie an hoher Freimüthigkeit und unbefangner Prüfungder allgemeinen deutschen Bibliothek gleich kam, so übertraf sie die-selbe noch durch größere Humanität und einen geläuterter» Geschmack,and vorzüglich behauptete sie den Rang über ihr, der schon altern-den , bei den Erscheinungen, welche die kritische Philosophie verur-sachte. Auch übertraf sie dieselbe an Umfang, indem sie auch dieanslandische Literatur umfaßte. Seit ihrer Versetzung nach Halle(durch Schützes Berufung dahin im I. 1804 bewirkt) scheint sie anihren ehemaligen Hülfsquellen das verloren zu haben, was dieReue Jenaische L iteraturzc itung (1804 von I. K. A.Eichstädt gestiftet) gewonnen hat. Neben allen Vorzügen, welchediese mit ihrer Vorgängerin gemein hat, charakterisirt sie vorzüglichdie Lebendigkeit und Wärme, mit der in ihr über die neuen litera-nschen Ereignisse.verhandelt wird. Die Leipziger Literatur-zeitung (seit igoo unter mehrern Titeln) zeichnet sich durch ruhigeund besonnene Prüfung und gehaltvolle Auszüge aus. In den frü-hern Jahren 'enthielten ihre Jntelligenzblatter kleine schätzbare Auf-sähe. Die Erlanger L i t era tu r ze r t u n g (von Meusel, Meh-met und Sangsdorf redigirt, -799—1801, unter andern Titeln undin andrer Form schon von 1746 —1798) erregte Anfangs gute Hoff-nungen, ging aber unter der spätern Direktion durch Veranlassungder damaligen philosophischen Streitigkeiten wie-er ein. Untergünstigen Vorbedeutungen begann - 8 i 3 unter Sartori Direktioneine Wiener Literäturzeitung. Nur einen örtlichen Werthhatte in ihrer frühern Gestalt die Oberdeutsche Literatur-zeitung (von Loren; Hübner redigirt, Salzb. 1788 ff. Seit igoc»zu München). Weniger umfassend, aber streng und scharfsinnigprüfend, mehr urtheilend als referirend sind die HeidelbergerJahrbücher der Literatur (seit igoÄ- Kurze Erwähnungenkönnen endlich hier nur noch die einer besondern Wissenschaft odereinem einzelnen Lande gewidmeten Zeitschriften finden. Zur erster»Gattung gehören außer den ältern: Hänlein, Ammon, Paulus undGabler neues theol. Journal (16 Bde.), Annalen der neuen theol.Literatur (zu RintelN und Marburg 1789 ff.), Dabelow jurist. Li-teraturzcitung (1799—1801), Hartlcben Bibl. der jurist. Literaturk /785 ff.), Schlegels Medicin. Literatur -78- ff-), Salzburger mcdic.chwurg. Zeitung (1790 ff.), Gatterers Histor. Bibl. und Journal^767 ff.), Meusels Betrachtungen über die neuesten historischenSchriften (178g ff.), Bibl. der schonen Wissenschaften und freienKünste (-767 ff. neue Bibl. 17S6 ff.). Die Literatur einzelner Län-der betreffen biiiliotitögue siiAloiss (1711 ff.), liritLnuigliis(>? 3 Z ff.), krsiicsiLe (172Z ff.), Aerinamgiie (1720 ff. und nnn-velie 1746 ff.), Italiens (1728 ff.). Bloß kleine Schriften sind be-urtheilt in Hartes kritischen Nachrichten von kleine« Schrift. (1782 ff.),Paulus Bibl. kleiner. Schrift. (178s ff.), Degens Bibl. für kleine

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