Loire Lom^m'e 75z
folgte. Lohenstein starb zu Breslau am ig. April r 6 z; in einemAlter von 43 Jahren.
Loire, der größte Fluß in Frankreich, entspringt in einem,. Berge der Sevennen, Gerbier le Saux genannt, im Departementder Ardcche und ergießt sich unterhalb Nantes in Bretagne i» dasMeer. Die Lange seines Laufs beträgt gegen 90 Meilen. Ob er^ gleich viele seichte Stellen hat, so ist er doch für größere Kauffahr-teischiffe bis Nantes, für kleinere bis Briare und für geringeFahrzeuge bis Roanne schiffbar. Er hat bei der neuen Einthej-e. lung Frankreichs nach der Revolution drei Departementern den
^ Namen gegeben: das Departement der Loire, der Ober-Loire und
/ Unter-Loire.
^ Lolli (Antonio), ein berühmter Geiger, ward 1728 zu Ber-
. gamo geboren und stand von 1762 bis ,^78 als Eoncertmeister inn' Diensten des damaligen Herzogs von Würtemberg. Hierauf gingen er nach Rußland, wo sein Spiel dergestalt der Kaiserin Catharinam II. gefiel, daß sie ihm einen Bogen schenkte, auf welchem sie mitr, eigner Hand die Worte geschrieben hatte: „dieser Bogen, von Ca-
/ tharinens Hand verfertigt, ist für den unvergleichlichen Lolli be-
^ stimmt." Im I. 178S machte er eine Reise nach England, Frank-er reich und Spanien, auf welcher er in Madrid für jedes Concert,r- l außer vielen andern Geschenken', 2000 Realen vom Theater-Unter-st rehmer erhalten haben soll. Dann ging er 1739 nach Italien zu-rück, wo er 1794 zu Neapel iin 66. Jahre seines Alters starb,r. Die Fertigkeit, welche er auf seinem Instrumente erlangt hatte,g, setzte in Erstaunen, so daß man ihn auch den musikalischen Luft-
ch springer zu nennen pflegte) Noch keiner seiner Vorgänger hatte
m eine solche Höhe auf dem Griffbrett« erstiegen; aber dafür überließ
iS er sich auch so wilden und regellosen Phantasiern, bei denen er sich
g, häufig an gar keinen Takt band, daß auch der geübteste Begleiter
e„ ihn nicht zu accompagniren vermochte, so wie er seiner Seits auch
zu niemanden begleiten konnte. Nichts destoweniger hatte er es im
,se Beifalle der Menge so weit gebracht, daß er in seiner spätern Zeit
H- zu sagen pflegte: „ich will nur noch vor gekrönten Häuptern spie-le len." Er hat außer Violin-Concerten und drei Werken Sonaten
h- «ine Violinschule in Quartetten für zwei Geigen, Bratsche und
s; Violoncelli, und mehrere Concerte und Quartetten im Manuscript
hinterlassen.
sn Lombard, s.Leihbank.
il- Lombardei, s. Langobarden,
n, Lomanie (Etienne- Charles von), Graf von Bricnne, Mit-
yn glied der französ. Akademie, Bischof von Kondom, dann Erzbischoff
,j- von Toulouse und endlich Erzbischoff von Sens, ward im I. 1727
nd zu Paris geboren und 1788 zum Cardinal und ersten Minister
,er Ludwigs XVI. ernannt. Diesen Posten hatte er weniger seiner
,n- Brauchbarkeit, als den Intriguen des Abbä vonWermont, welchen
>b- Lomünie der Königin zum Vorleser empfohlen, zu verdanken. An-
ri- längs ein erklärter Feind der Operationen Calonne's, den er selbst
-rt gestürzt hatte, wollte er nachher jene in Ausübung bringen. Da
aft »der das Parlement weder zu der Grundsteuer, noch zu der Stem-
oße peltaxe seine Zustimmung geben wollte, ward es 1788 von Lomsm'e
at. «ach Troyes verwiesen, aber kurz darauf zurückgerufen und er
vei selbst aus dem Ministerium entlassen. Nun ward er der Gegen-
Ii) stand einer Fluth von Satyren und Schmähschriften, deren Tadel
«an», kex. lR. Auff) V- 48