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und mhrer» Fuß hohen Schnee bedeckten Fluß messen. Dieser de»S.ande ähnliche Schnee rollte unter den KuKen fort, und entzog denAuge die Abgründe, in die man hinabstürze», und unter ihnen be-graben werden konnte. Man muhte einer so strengen Kälte Trotzbieten, daß selbst die daran gewöhnten Bewohner des Lander zu-weilen einen Arm oder ein Kein dadurch verlieren. Las einzig!Getränk. daS nicht gefror, war der Branntwein, aber wenn ma»das Eeläß damit an die Lippen brachte, hing es augenvlrcklich festdaran, und man konnte es nicht ebne Verletzung wieder losmachen.Nichts schreckte die Akademiker zurück. Leder machte seine eigne»Beobachtungen; alle stimmten mit einer Genauigkeit üderein, dieihre Richtigkeit beweis't. Und nach allen diesen Beschwerden, Müh-seligkeiten und Arbeiten litten sie noch zuletzt in dem borhnische»Meerbusen Schiffbruch und hätten fast mit dem Leben die Fruchteiner so schwierigen und mühsamen Unternehmung verloren. Nach-dem Maupcrtuis mit seinen Kollegen glücklich nach Frankreich zu-rückgekehrt war» wurde er im I. 1742 von Friedrich ll. berufe»,um die Präsidcntrnstelle und die Direktion der Berliner Akademie zuübernehmen. Dieser Monarch war damals mit Österreich im Kriegt.Maupercuis wollte die Gefahren desselben theilen, und setzte sich inder Schlacht von Molwitz so aus, daß er von den Husaren gelange»genommen und geplündert wurde. Er kam nach Wien, wo der Kai-ser ihn mit Auszeichnung aufnahm. Als er dem Kaiser erzähln,daß er unter den ihm abgenommncn Sachen besonders ungern eineUhr von Graham einbüße, die ihm bei fernen astronomischen Beod-achtungen von grsßem Nutzen gewesen, überreichte ihm der Kaisereine ihm gehörige, mit Diamanten besetzte desselben Meisters, lü-den» er sagte: „Die Husaren haben Ihnen einen Streich spie!»wollen; sie haben mir Ihre Uhr gebracht, und ich stelle ste Ihm»hier wieder zu " Seine Gefangenschaft war webe»? streng, noch «»»Dauer. Mit vielen Zeichen der Achtung und-Güte überhäuft, erhielter die Erlaubniß, nach Berlin zurückzukehren. Maupertuis besucht»Frankreich, wo seine Freunde ihn zu behalten hofften; aber ergingwieder nach Preußen, war jedoch kaum dort angekommen, als «es bereute, seinem Vaterlande entsagt zu haben; Friedrich entschä-digte ihn für seine Verluste durch Wohlthaten und durch sein Be-trauen, aber geboren mit einer unseligen Geistesunruhe, war er un-glücklich im Schooße der Ehre und Freude. Einem solchen Charak-ter ist kein friedliches Leben bestimmt; auch hakte Maupertuis inn-rere Streitigkeiten, vornehmlich mit dem Professor König in Frnne-ker und durch diesen mit Voltaire. Er hatte unter die Memoirender Akademie für das 2 - »746 «inen Aufsatz über die Gesetze derBewegung mild der Ruhe nach dem metaphysischen Princip des »mil-dern Grades von Thätigkeit aufgenommen. König griff diesen Auf-satz nicht nur an, sondern legte die Idee dazu Leibnitz bei, indci»er einen Brief anzog, den derselbe einst an den Professor Hermannin Basel geschrieben haben sollte. Um die Beschuldigung einesPlagiats von sich abzuwenden, federte Maupertuis die Vorlegungdes Originaibricfes, fund bewirkte, als Hermann diesen nicht bn-hringen konnte, dessen Ausstoßung aus der Akademie, deren Wn>gli-d er war. Niedrere Schriften waren die Folge dieses Kriegs,in den sich jetzt auch Voltaire mischte. Dieser war anfänglich «>»genauer Freund Maupertuis, den er «ls seinen Ledrer inthcmatik betrachtete; später aber entzweite sie gegenseitige