Metalle rys
gegen te» Nordpol hin verliert es durch die strenge Kälte jenesErdstrichs seine Flüssigkeit. Platina, Eise», Braunstein und Wolf-ram erfodern einen sehr hohen Grad der Hitze, ehe sie schmelzen.Alle Metalle bleiben im flüssigen Zustande eben so undurchsichtig,wie sie vorher waren, und bilden dabei eine gewölbte Fläche. Allesind entweder in Salpetersäure oder in Salzsäure, oder doch in ei-ner Mischung von beiden, wie das Gold in Königswasser, auflös-bar. Alle geben die vollkommensten elektrischen Leiter ab. Bei ei-ner sehr erhöhten Temperatur, z. B. im Brennpunkte eines große»Wrennspiegeli, verwandeln sich die Metalle in ein Gas. Auch ver-ändern sie sich, wenn sie bei höherer Temperatur mit dem Sauer-stoffe in Berührung gebracht werden, indem sie sich mit demselbenverbinden. Man nennt dies Verkalken, Orydiren, Säuern, Calci-um!, (s. letztem Art.). Durch die Verbindung mit dem Sauerstoffverlieren die Metalle die angeführten Eigenschaften und werde»Halbsauern. Setzt man diese einer noch größern Hitze aus, so ge-hen sie in Gasgestall über, oder sie fließen zu einem feuerfeste»Glase. — Aus den Auflösungen in Säuern werden die Metallkalkedurch andre Metalle allezeit wieder in ihrer metallischen Gestaltniedergeschlagen oder reducirt. Dieses merkwürdige Phänomen er-folgt nach den Grundsätzen der neuen Chemie auf die Art, daßdas neu hinzugekommne Metall wegen seiner stärker,, Verwandt-schaft dem aufgelösten den Sauerstoff entzieht, und es dadurch wie-der herstellt. In der Natur finden sich die Metalle in sehr ver-schiedner Gestalt und von sehr verschiednem Ansehen. Alle diesegroßen und mannichfaltigen Verschiedenheiten lassen sich jedoch füg-lich unter zwei Hauptarten bringen. Entweder sind die Metalle,welche die Natur liefert, gediegen, d. h. in ihrer wahren metal-lischen Gestalt, «der vererzt iw weitläufigern Sinne des Worts,so daß ihnen mehr oder weniger von ihrer rein metallischen Gestaltbenommen ist. Der gediegene Zustand der Metalle leidet wiederumeinige Verschiedenheiten. Bisweilen findet man sie nämlich sichtbar°dcr in unmerklich kleinen Theilen unter andern Mineralien ver-steckt und durch dieselben üerlarvt. Ferner findet sich ein gediegnesMetall entweder rein für sich oder mit andern gediegnen Metallenvermischt, welches letztere ein natürliches Amalgams heißt. — Auchdie Vererzung findet auf verschleime Art Statt. Erstlich durch Ver-bindung eines Metalls mit einem eigentlich brennlichen Mineral,i- B. mit dem Schwefel. Dies ist Vererzung im engern Sinn.Zweitens durch eine weit wesentlichere Veränderung, nämlich durch-Verbindung des Metalls mit Säuern, da sie ganz außer den me-tallischen Zustand versetzt und gesäuert oder verkalkt sind. DieseVerkalkung oder Säuerung erfolgt nun aber wiederum entwederburch unmittelbaren Beitritt des reinen Sauerstoffs oder s», daßdnselbe schon mit einer Grundlage verbunden ist, und dadurch eineeigentlich sogenannte Säure bildet. Wenn bei dieser letzten Artdon Verkalkung zugleich Erdarten, zumal Kalkerden, mit verbun-den werden, so erhält der metallische Kalk dadurch oft ein spathähn-«v Ansehn und davon seinen Namen. Man kennt bis jetzt 2ZMetalle, nämlich Gold, Silber, Platina, Quecksilber, Kupfer,^en, Blei, Zinn, Zink, Wismuth, Spießglanz, Kobald, Nickel,kv^iinstein, Uranium, Titanium, Tellurium,' Wolfram, Molyb-N / ,, dsenik, Chromium, Tantolium und Colümbium. — Die«»alle und ihre Erze finden sich überhaupt, wie andre minerali-