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2. in der Mahleret insbesondre das Fleisch. Daß das Studiumdes Nackten auch dann unerläßlich sey, wenn drapirte Flaun»dargestellt werden, erhellt daraus, weil der Bekleidungen Form ,und Verhältnisse durch das Nackte bestimmt werden. Von ein» "ganz vorzüglichen Wichtigkeit aber erscheint das Nackte in der Mah-leret. Man nennt die Farbengebung, in so fern sie sich milderNachahmung des Nackten, d. h. hier, der Farbe und materiellen Be-schaffenheit des Fleisches, beschäftigt, die Carnation, und wembraucht es gesagt zu werden, wie viel auf sie bei mahlerischer ,Darstellung menschlicher Figuren ankomme? Will der Künstler hieri»den Anfoderungen der schönen Kunst Genüge leisten, so muß er zu-vörderst die Localtöne richtig treffen, d. h. die natürliche'Farbe detGegenstandes so wiedergeben, wie sie auf ihrem Standort erscheint.So sind an einem gesunden Körper gewöhnlich die Wangen lebhaftgerölhet, Brust, Nacken und Oberarme von zarter Weiße, der Un-terleib gelblicher; an den äußern Theilen wird die Farbe allmWzkälter, und geht an den Gelenken derselben, wegen des durchschei-nenden kühleren Blutes, in eine veilchenröthliche Dinte über. Düseverschiedenen Abstufungen müssen aber in dem Haupttone deb Car-nation harmonisch vereint seyn. Übrigens kann der Ton der Fleisch-farbe unendlich verschieden seyn. Der Nord - und Süd-Europäerhaben ein verschrednes Colvrit, Weiber und Kinder ein zarteresals Männer und Alte; jedes Temperament zeichnet sich durch seine ,besondre Farbe aus, und jeder einzelne Mensch hat einen eigen-thümlichen Farbenton. Bei lall diesen unendlichen Modifikationen ,aber bleibt der Stoff immer Fleisch, und es kommt daher fernerdarauf an, den materiellen Charakter dieses Stoffes richtig auszu-drücken. Hier kann gegen die Wahrheit gefehlt werden, entwederdurch zu viel Härte, wie in den Werken der ältern Mahler desrgtcn Jahrhunderts, oder durch zu große Mürbheit (lVIoidiäorr,),hie sieb vornehmlich bei Guido Reni findet, dessen Fleisch häußz sblutleer, schleimig, grünlich aussieht. Die französische Schule ist ,darin bis zur Verbissenheit gegangen, daß man nicht mehr Fleisch, jsondern Porzellan oder Wachs zu sehen meint. In der wahre» ^Carnation ist bis jetzt Tizian immer noch ein unübertroffenesMuster. ää. , j
Nadelholz, oder auch Schwarzholz, kiiius. Die Nadel- ^Hölzer bilden im linnerschcn System die yte Ordnung der 21M -Classe, und begreifen alle diejenigen Bäume, deren Blätter die Ge-stalt der Nadeln haben und deren Frucht in einem holzartigen Za-pfen besteht, welcher unter jeder Schuppe zwei mit Flügeln verseheneNüsse oder Saamenkerne hat. Die männlichen Blumen, welche vonden weiblichen getrennt jedoch auf Einem Stamme mit ibnesi stehe»,und gleich ihnen keine Krone haben, stehen in einem vierblättrige»Kelch, während das Käzchcn, welches die weibliche Blüthe bildet,aus spitzigen Schuppen besteht, deren jede zweiblumig ist. M"»kennt zo Gattungen Nadelhölzer, welche wieder in vier Familieneingetheilt werden. Das unterscheidende Kennzeichen der ersten m,baß die Radeln in Büscheln zusammenstehn (Lerchenbaum); bei -erzweiten kommen 2 bis g Stadeln aus Einer Scheide (Kiefer); >»der dritten stehen die weichen und breiten Nadeln einfach und kawm-artig auf zwei Seiten der Zweige (Tanne); in der vierten sMtie Nadeln, welche hier schmal und steif sind, rund um duZweige.