Band 
Sechster Band. M und N.
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Nahrungsmittel 577

, uyter Leitung der kunsttiebcnden Landgrafen Friedrich blähte.§ier verfertigle er um das Jahr 1773 die Bildsäule des Landgrq-fen, welche mitten anf dem schönen Friedrichsplgtz in Caffel, oemMuss« LrieisriciLno gegenüber, aufgestellt wurde, uzid daselbst ei-

- nen vorireffUchen Effect machte. Nachdem der König von Westshg-lcn das Museum in den Ständcpallast verwandelt und dem Frie-drichsplatz den Namen Stäudeplatz gegeben hatte, wurde jene Sta-tue des Landgrafen von dem Postament heruntergenommen, und ineinen Stall neben der Post hingeworfen, wo sie bei offnen Thürenvon Pferden, Postknechten und Vorübergehenden verunreinigt und

s verstümmelt wurde. Ruht erlebte, indessen dieses Schicksal seines1 Werks nicht, indem er schon im Jahr 1781 zu Kassel starb.

Nahrungsmittel, alle Produrte des R-.turreichs, die derMensch zu seiner Ernährung gebrauchen kann, sie mögen nun rohoder zubereitet genossen werden. (S. den Art. Ernährung.)Man nennt sie auch Lebensmittel (s. d. Art.), indessen sollte mandoch den Unterschied zwischen beiden Benennungen so bestimmen,daß man unter der letzter» alles das, was überhaupt das Leben zuerhalten dient, verstände. Die Nahrungsmittel werden den Ver-dauungswerkzeugen übergeben, damit diese die nährenden Stoffeausziehen, welche alsdann in das Blut übergeyn, und sowohl zumErsatz der Verlornen Theile als auch zur Ausbildung und zumWachsthum des Körpers verbraucht werden. (Bergl. d. Art. Ver-dauung.) Man nennt die Nahrungsmittel Speisen, wenn sie infester, oder halb fester Gestalt, Getränke, wenn sie in flüssigergenommen werden; roh, wenn ste so, wie die Natur sie liefert,

^ zubereitet, wenn sie durch Kunst' verfertigt genossen werden.

Sie sind theils aus dem Pflanzenreiche, vegetabilische, theilsi aus dem Threrrciche, animalische Nahrungsmittel. DievtHitabilischen bestehen entweder aus den Wu-zein, z. B.

! Rüben, Juckerwurzcl» , den an den Wurzeln sich bildenden> Knollen, z. B. Erdäpfel, Erdbirnen, oder aus den Sten-geln, z. B, der Spargel, oder aus den Blättern, z. B. dieverschied»?» Gemüse, den Blüthen, z. B. der Blumenkohl, denunreifen Früchten, z. B. die Gurken, den reifen Früchten, dereneine unzählige Menge ist, wo theils das die Samen umgebendeFleisch, oder das säuerlich-süße Mark, theils die mehlichten oderbuchten Samen selbst zur Nahrung dienen. Die animalischen Nah-, rungsmittel werden beinahe aus allen Thierclassen genommen,

, > manche Thiere werden ganz, und von manchen werden nur beson-, § dre Theile dazu gebraucht. Nach Gewohnheit und Herkommen,

. ^ Clima und Bedürfniß, sind auch die Nahrungsmittel bei verschied-, i nen Völkern sehr verschieden. Bei manche» Rationen sind gewisse, Nahrungsmittel sehr gewöhnlich, die bei andern unter die selteneni ! gehören; bei manchen sind Dinge sehr beliebt, vor denen andre

c «nen Abscheu haben. Nyth und Hunger machen manche Dinge zu

Nahrungsmitteln, welche'außerdem nicht dazu gebraucht werben,

- in bange belagerten Städten, auf Schiffen, welche länger zur

, See seyn müssen, als ihre Nahrungsmittel berechnet waren, fan-

, gen ste alle Mäuse und Ratren zusammen, um sie zu essen. Das

, Hundefleisch wird in China gewöhnlich gegessen; in verschiednen

t «cgenbe» von Afrika gehört das Fleisch der Schlangen, namentlich

c von der Klapperschlange und Riesenschlanae, unter die Nahrungs-

j Mittel. Auch die Heuschrecken werden fast überall in Afrika ver-

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