Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
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Neuberin

Neufchatet

»isten Januar 1/65 geboren. Nachdem er die Schule seiner Vater-stadt und die Ritterakademie zu Sieqnitz in Schlesien besucht hatt«,studirte er zu GLttingen und zu Jena, an welchem letzter» Orte nim Jahre 1788 die medicinische Doctorwürde erhielt. Bon Liegesitz,wo er nach Beendigung seiner akademischen Studien eine Zeit lenzals ausübender Arzt gelebt hatte, wurde er als Kreisphysikus nachSteinau in Niederschlesien berufen. Das Werk, wodurch er sich ei-vcn gewissen Ruf.in der deutschen Dichterwelt erworben bat, stdas Lehrgedicht, die Gesundbrunnen, welches zuerst zu Bresl«1795 erschien. Der erste Gesang dieses Gedichts enthält die Entsle-hunq der Mineralquellen, der zweite die Beschreibung der »oizäz-lichsten Quellen dieser Art in Deutschland, und der dritte und vier»Vorschriften für dik Brunnencur selbst. Das. Gedicht ist in Hera-Metern, deren Bau. den vossischen. nachgebildet ist. Man hat»diesem Werke alle die Eigenschaften gefunden, wodurch das phllos«-phische Lehrgedicht seinen Gegenstand interessant, lebendig und ps<-tisch machen kann. Außerdem find von ihm erschienen vermischt!Gedichte, die Zerstörung der Erde nach dem Gerichte, und mehrenkleine, in Zeitschriften zerstreute, Aufsätze und Gedichte.

Neubcrln (Friederike Carsline), hat sich in der Mitte detVorigen Jahrhunderts durch ihre Verbesserungen der deutschen Schau-spielkunst berühmt gemacht. Sie war die Tochter des AdvocanoWeißenborn zu Awickau, wo sie um das Jahr 1700 geboren wurdeIhre Neigung zum Theater und ihr Talent fär'das Tragische ent>wickelten sich sehr früh. Sie verheirathetc sich in der Folge mit «i-wem gewissen Neuber, einem Schauspieler von äußerst mittelmäßi-gen Talenten, und errichtete eine eigne Schauspielergescllschaft, dersie einen, für die damaligen Zeiten in Deurschland ungewöhnliche»,Hähern Geist einzuflößen suchte. Der damals sich zum Dictator d«deutschen Schöngeister auswerfende Gottsched verfolgte mit ihr ge-meinschaftlich den Hanswurst, der bis dahin noch sein Wesen aufder deutschen Bühne trieb, und Beide verbannten ihn feierlich uudauf immer vom Theater (H 7 Z 7 ). Über tragische Deklamation hatdie Reubcrin zuerst in Deutschland eigne Ideen aufgestellt und dieAusführung derselben gezeigt. Mit ihrer Gesellschaft spielte sie ab-wechselnd in den vorzüglichsten Städten von Deutschland; allein dersiebenjährige Krieg führte die Auflösung dieser Gesellschaft herbei,und sie selbst starb in den dürftigsten Umständen 176z in dem DorfeLaubeqast bei Dresden, wo ihr auch ein Denkmal errichtet werde»ist. Sie hat selbst für das Theater mehrere Borspiele und Prologegeschrieben, wovon einige gedruckt worden sind.

Ne u-D i eten d 0 r f, oder Reu-Gottern, nahe bei All-Dietendorf, einem Pfarrdorfe von ungefähr 250 Einwohnern, i»KOthaifchea Amt Wachsenburg, besteht eigentlich nur aus einer ein-zigen langen Gasse und enthält 2go Einwohner, welche, wie dievon Alt-Dietondorf, größtenteils Profesfionisten sind und sich durchdie Güte ihrer Lrveiten in Metallen, Zeugen, Liqueurs.u. dergl-sehr berühmt gemacht haben. Bon der herrnnuter Gemeinde, welchesich -irr schon im Jahre 1742 niederließ, und im Jahre 1764 dielandesherrliche Concession erhielt, hat Neu-Dietendorf auch de»Namen Gnadenthal erhalten.

Reufch-tel. Das Fürstenthum Neufchatel, »der Neuch»'tel, im Deutschen Neuenburg oder Welsch neu bürg, enthüllmit der dazu gehörige» Grafschaft Balengin iSj Quadratmei»"

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