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»rnut wird), bedient man sich einer Substanz, welche daher dasFnllunos- oder Niedcrschlagungsmittcl heißt. Der durch Hinzutre-te» dieser dritten Substanz von seinem Auflösungsmittel geschiedn«und in eine dichte Substanz verwandelte Körper heißt der Nieder-schlag oder das PrLcipitat. Die Präcipitirung kann auf doppelte^ Weise zu Stande gebracht werden: entweder indem das Niederschla.-! Mgsmittel näher mit dem Auflösungsmittel als mit demaufgelös'tenLbrper, oder indem es näher mit dem aufgelösten Körper als mitdem Auflösungsmittel verwandt ist. In beiden Fällen entsteht eineIsolirung und Verdichtung des aufgelösten Körpers. Zk die vomaufgelösten Körper zu scheidende Auflösung ohnehin flüssig, so ge-schieht der Niedcrschlag auf nassem Wege; auf trocknem Wege hin-! gegen, wenn sie erst durch Feuer flüssig gemacht werden muß. DiePräcipitirung ist, wie man schon aus dieser Definition steht, einerder wichtigsten chemischen Prozesse, um die ursprünglichen Bestand-theile der Körper zu erkennen, die vcrschiedncn Grade ihrer Ver-wandtschaft zu beurtheilen und neue Substanzen zu bilden, swelchevon andern ihnen früher beiwohnenden Kräften getrennt zu eignenZwecken gebraucht werden können. Viele große Operationen derNatur, vorzüglich zu jener Epoche, als die gegenwärtige Gestaltder Erbe durch gewaltsame Operationen bestimmt lvurde, beruhenursprünglich anf dem Niederschlagungsprozeß. So glaubt man z. B.daß der Granit durch eine solche allgemeine Niederschlagung gebil-det worden sey. — Im Gebiete der Rhythmik (sowohl der eigent-
> lichen Musik als der Berskanst) bezeichnet das Wort Niederschlagsoviel als die Thesis und ist dem Aufschlag oder der Arsis entge-
> gengesetzt, worüber man den Artikel Rhythmus verglei-chen muß,
Riemen ist der polnische Name des Flusses Mcmel, entspringti»> russischen Gouvernement Minsk, macht in einer Strecke von zoMeilen die Gränze zwischen Rußland und Reu - Ostpreußen, theiltsich bei Perwalkischkan, zwei Meilen hinter Tilsit in zwei Arme, dieRuß und die neue Gilge genannt, welche die wegen ihrer Frucht-barkeit berühmte sogenannte tilsiter Niederung bilden und sich in! das curische Haff ergießen. Dieser Fluß, welcher im Sommer schiff-bar ist, wurde in der neuern Zeit vorzüglich dadurch merkwürdig,baß er Zeuge von der verschiedncn Gestalt war, in welcher die
> französische Armee im Sommer i8t2 über ihn hin-, und im Win-ter desselben Jahrs über ihn zurückging.
Nie meyer (August Herrmann), als Theolog, Erziehungs-schriftsiellcr und geistlicher Liederdichter rühmlich bekannt, wurdebcn isten September 1754 zu Halle im Saalkreise, wo sein VaterArchidiaconus war, geboren. Nachdem er das königliche Pädago-«wm zu Halle besucht hatte, bildete er sich auf der dasigen Univer-sität, vorzüglich unter Scmlcr und Ndffelt, zu den theologischen-Wissenschaften. Im Jahre 1780 wurde er ebendaselbst außeror-dentlicher Professor der Theologie und Jnspector des theologischen«eminariums, 1784 ordentlicher Professor und Aufseher des konig-uchen Pädagogiums, 1785 Mitdircctor des Pädagogiums und dess° berühmten Hallischen Waisenhauses, welches bei dem Antcitte sei-ner Aufsicht sehr in Verfall gerathen war, 1787 Director des pä,bagcgischen Seminariums, 17Y2 königlich preußischer Eonsistocial-tolh, 17Y4 Docker der Theologie, 1800 Director des Almoscn-collegiunis, 1804 wirklicher königlich preußischer Oberconsistorial-