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Lebensweise nur dann, wenn sie, von Älen Seiten eingeengt, dazugeudtbigt werden, oder wenn sie sich der schon bestehenden Nieder,laffungen eines cultivirten Volks bemächtigen können. Die grcßlc»Revolutionen in der Geschichte sind oft durch solche Nowadenoölkirhervorgebracht worden. Noch jetzt sind Südamerika, Rordafnk»und das nördliche und mittlere Asien voll von Nomaden. Auch un-ter ihnen gibt es verschsedne Grade des Culturzustandes. Einigehalten sehr auf Wohlhabenheit und Vermehrung ihres beweglichenEigenthums, und kennen schon einen gewissen Luxus, während an-dre eme mehr räuberisch? Lebensart führen.
Nomina listen. Die genauere Darstellung der Rominalistenhängt mir der Schilderung der scholastischen Philosophie zusammen,aus welchen Artikel wir hiermit verweisen. Carl der Große halle,vorzüglich zur Bildung der Geistlichen Schulen (»olral»,) angelegt, ^in welchen die sogenannten sieben freien Künste (das llrivium undvuaäririum) gelehrt wurden. Da man in dem damaligen Zeital-ter in diesen Schulen natürlich nicht über die objective Wahrheitder geoffenbarten und von der Kirche geheiligten Wahrheiten hin-auozugehn wagte, so mußte sich das Welen der in jenen neuen !Schulen gelehrten Philosophie, welche daher die scholastische hieß, ^zunächst nur in der Anwendung der Philosophie, oder im Grunde ^nur eines Theils derselben, der Dialektik auf die Th.eo.ogie undauf die innige Verschmelzung von beiden erstrecken. Selbst dieDia- ,lectik wurde daher anfangs durch philosophischen Schulzmang undspäter durch theologische Verketzerung eben so unabänderlich in ge- !wisse willkürliche Schranke» eingeengt, als es die theologischen Be-griffe selbst waren, zu deren Begründung man sie gebrauchte. Eo iwar der Wirkungskreis der.Vernunftthätigkeit sehr beschränkt, undes mußte sich in dem engern Fe.de, aus welchem man sich herum-tummelte, ein subtiler grüblerischer Geist erzeugen, der in leerenFormen und einer Spielerei mit Begriffen seine Befriedigung suchteund gefunden zu haben wähnte. Den ersten großen Hauptzwiespalkin die scholastiiche Pdilosophie, welche vom yten bis zumutenJahrhundert allein geherrscht und auch dann noch bis zur Entste-hung der cartessanifchen Pdilosophie Anhänger gehabt hat, brachteder sogenannte Nominalismus, dessen erster Stifter Johann Ros- !ceilin, Canonicus zu Compiegne, wurde, indem er unter andern da-mals sogenannten Ketzereien behauptete, die allgemeinen Begriffeseyen bloße Worte, -lomin-,, Namen (staru» vocis). Dagegen be-hauptete» die Realisten (von rv» die Sache), die allgemeinen Be-griffe würden nicht vom Verstände gebildet, sondern seyen der Will-kürl-chkc t nach in den Objecten gegründet, sie würden als Realitätdem Verstände gegeben, sie seyen die Sachhcit selbst. Die Lehredes Rvec-üin wurde zu Seiffons ivys »erd .mmt, und die Reali-sten, welche unter sich selbst nur in wenig bedeutenden Punkten ab'wichen, wurden die herrichenle Schule. Indessen wurde im Anfangdes igten Jahrhunderts- der Kampf der Nonnrialisten mit den Rea-listen durch Occam auf eine solche Weise erneuert, daß die Nom-nalisten zuletzt den Lieg davon trugen. Wuyelm von Occam, ausder Grafschaft Srirrcy, ein Schüler des berühmten ScholastikersScctu-, und gleich ibm Franciocaner, lehrte zu Paris, vertheidigtedie Rechte des Kaisers und Königs von Frankreich gegen ore An-maßungen des Papstes und starb, nachdem er viele Lerfolguiujenerfahren yatre, zu München 1Z47- Sein Scharfsinn richtete W