Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
714
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7i4. Nonnus Nook

den Zweck, die in dem Osssi surkss inosni« etl'ssprit äss nstion», lzum Theil aus Unkunde, zum Theil aus Parteilichkeit von Bettair! jgemachten Fehler und falschen Angaben zu berichtigen, und fuhr >trotz der Schmähungen seines Gegners in se nen literarischen Arbei- ^ten mit demselben Eifer fort. — Seine übrigen Werke sind! >Diocionvslio pkiiosnpülqn« -!s I» Is1ij-flc>n, 4 Bände; I.srrrs xA'nir sn>i a un srrii enr les Irannärslss iirrersiies; Princips, äs . Ucrirrri»« »ur i'äpcxziio äs I'sr»k>Iissei»enr äs Is rsli^ion odrerieiiiis ^äsn« ls» 6su!e»; i s» pflilc>»c>piie» äs» tinis prsinier» »iöctv« äs ^l ögli-s sro. — Ronnotte starb zu Ansän» des Jahrs 1790. j ^

Nonnus, ein späterer griechischer Dichter, gebürtig aus Pa> !nopolis in Ägypten, .lebte nach Emigep zu Anfang, nach Andernzu Ende des fünften Jahrbunderrs nach Christi Geburt, .Er ist. g,Berfasser eures Gedichts, Dionyfiaca betirclr, worin der Zug des ^Bacchus.(Dionysus) nach Jpdicn beschrieben wird. Nonnus hat dar- ^ ^in nicht nur die Werke der ältern Dichter copirr, sondern auch § Pmehrere Fabeln vom Bacchus aus den cyclischen Dichter hinein ver- ! ^flochten. Man kann nicht läugnen, daß der Dichter ei» gerv:sse« l z,,Talent in der Art der Behandlung zeigt; nur »st dieses Talent zu ^wenig ausgebildet und nickt mit reinem Schönheitssinn verichwi- ^ z,stert. Die "Schreibart ist schwülstig und weitschweifig, die Beschrei- stbringen zu deraillirt, die Beiwörter oft ohne Noth gehäuft und ' z,mühsam gesucht. Er war im Ganzen mehr Berskünstlcr als Dichter. xFerner haben wir von Nonnus eine versificirte Paraphrase von ^

dem Evangelium JohanniS, die als Commentar dienen kann , da > x

sie sehr deutlich, wiewohl wenig poetisch ist. st

Root (Heinrich van der), spielte eine merkwürdige Rolle in ^box Insurrektion' der österreichischen Niederlande gegen Joseph il. zGebaren zu Brüssel, studirte er dre Rechte zu Löwen und kehrte z

Äsda».'n als Advocat nach seiner Vaterstadt zurück. Ohne gründ- ,

tlche Kanntniffe und mit noch weniger richtigem Blicke, war er §nichts dersto weniger durch seine Beredsamkeit und durch seine Kühn- ?Seit als Drmagog zu fürchten. Schon früher waren die Riederlän- ;der durch den von Joseph ll. projectinen Tausch der Niederlande sgegen Bayern und durch die Schleifung der Barriereplätze unzufrie- ^ ;

den; als aber der Kaiser die durch die Joye.use Entree ihnen zuge- ,sicherten Privftegien verletzte, die Patrimonialgerichtsbarkeic ab- <schaffte, die Universität von Löwen neu organischen und die fanan- . jschc Geistlichkeit zur Duldung aller christlichen Secten zwingen wollte, , ,

zum größten Berdrusse derselben Rormalschulen anlegte, und durch -die tßrnennung von Intendanten die Rechte der Stände vernichtete, ,so entstanden schon im Jahre 1788 zu Brüssel und an andern Or- ,ten Unruhen und Aufläuft. Doch wurden diese ersten Bewegungen ;anscheinend gestillt, allein schon im Jahre 1790, als Joseph, auf d-e !Lrupt»enverstärkungen sich verlassend, die er indessen nach den due-derlanden gesandt halle, seine Projekte von neuem durchzusetzensuchte^ brach auch der Aufruhr mit verdoppelter Heftigkeit wiederaus und ward allgemein.. Ban der Root stellte sich. an die Spitzedes Volks und ward bald das Haupt der Insurgenten, die eigent-liche Lüccte des Aufruhrs aber war van Eupen, ein fanatischer undschlauer: Priester, der auch van der Root gänzlich beherrschte. Eng-land Preußen und der Erbstatthalter von Holland unterstütz«»insacherm die Empörer. Der Genepalgouverncur der Niederlande,herzog von Sachse» Leichen, mußte flüchten, die.österreichischen