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Zenhter Band. To bis Z.]
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Todtenkops Todtentanz iz

wurde ihzn das gewöhnliche ehrliche Begräbniß verweigert, Unddie Verwandten mußten die Leiche der sich in der Stille beisetzen.Wurde hingegen von dem Verstorbenen viel Rühmliches gesagt,und wurden die wider ihn angebrachten Klagen als falsch befun-den, so wurden die Ankläger bestraft, und die Beerdigung geschahmit aller Feierlichkeit. Diesem Todtengcrichte waren nichte bloßPrivatpersonen, sondern die Köinge selbst unterworfen. Eine vor»treffliche Einrichtung, zur Tugend aufzumuntern und vom Lasterabzuschrecken! — Es ist höchst wahrscheinlich, baß die Griechenihre Dichtungen von der Unterwelt, von den HLllenrvchtcrn, demCharon rc. von dieser Sitte entlehnt haben. — In England gibtes eine andere Art des To d t en g eri ch ts. Es ist nämlich eineigner königlicher Beamter, Emoner, angestellt, d.-ff.n Geschäftes ist, die Veranlassung eines jeden gewaltsamen Todes, er mögedurch Selbstmord oder durch fremde Hand verursacht worden seyn,zu untersuchen. Zu diesem Behuf muß der Eoroner jedesmal eineJury von 12 Personen (Geschworne) versammeln, die dann überden vorliegermen Fall entscheiden. Bei den in England so häufi-gen. Selbstmorden ist diese Einrichtung sehr nothwendig.

Todtenkops (gpiririx stropo» liinii.), ein schöner Schmet-terling, der besonders auf Jasmin sich gern aufhält; er hat sei-nen Namen von der, einem Todtenkopkc ähnlichen Zeichnung, diesich aus seinen Schultern findet. — Todtenkops (capur,nc>r-rurrm, ters märte) diesen Namen gaben unk geben now-jetzt dieChemiker dem. feuerbeständigen Rückstände, welcher in der Retortebleibt, nachdem alles Flüchtige durch die Destillation hinweggetrie-deN worden ist. (S. d. Art. Lapitr mortuwm).

Todtentanz nennt man eine Reibe von Gemählden, Men»schen aus allen Standen der bürgerlichen Gesellschaft darstellend,denen sich der Tod unter verschiedenen Gestalten, und unter denverschiedenen Wirkungen naht, die er auf das Gemüth eines jedenin Folge seiner Lebensverhältniffe machen muß. M'M findet der-gleichen oft auf den catholischcn Begräbnißplatzen. Der berühmte-ste ist der Todtentanz auf einer Mauer des PredigerkirckhsfeS inder Vorstadt St. Johann zu Basel, der schon früher durch Über-streichen sehr verdorben worden war, und nun ganz zerstört ist.Durch Mißverständniß hatte man dieses Gemählde für das Werkdes berühmten Hanns Hölbein gehalten. Allein es ist schon längstbewiesen worden, daß dieser Todtentanz fast 6c> Jahr? vorher, eheHolbein geboren wurde, zum Andenken der Pest, welche i-M znBasel wahrend der Kirchenversammlung daselbst herrschte, gemachtworden. Man hielt in der Folge einen Mahler, Glaub er,dessen Name auf einer der Figuren stand, für den Verfertigerdesselben. Dieses Gemählde enthielt gegen 60 F'gurcn in Lebens-größe. Es ist von Joas Dennecker (Augsburg 1544), und vonMatthäus Merian dem ältern (1621) in 44 Blättern in Kupfergestochen worden; die neueste Ausgabe von Merians Werke ist1726 erschienen. Auf der öffentlichen Bibliothek zn Basel ist eineCvpie dieses GemWdes vorhanden. Holbein hat vielleicht von die-sem Gemählde die erste Idee zu seinem Todten tanze genom-men, von welchem die Originalzeichnungen in das Cabinet derKaiserin von Rußland, Catharine II., gekommen sind. Einigewollen behaupten, daß Holbein selbst diese Zeichnungen in Holzgeschnitten habe. Der neueste Stich dieses holbeinschen Tsdtentan-