Band 
Zenhter Band. To bis Z.]
Seite
28
JPEG-Download
 

28 Tonsur Topas

einem Ende spitziger ist/ als an dem andern, welcher mit Kette»an einem Anker oder schweren Stein gehangen, und in das Meer,oder in die Mündungen großer Ströme, wo Untiefen oder Felsen>, sind, gesenkt wird, um durch die oben auf dem Wasser treibendeoder schwimmende Tonne das Fahrwasser zu bezeichnen, und dieSchiffer zu warnen. Diese Tonnen haben nach Beschaffenheit derUmstände und Jahreszeiten verschiedne Farbe, und es gibt schwar-ze, weiße und rothe Tonnen, Die rühmlichst bekannte patrioti-sche Gesellschaft zur Beförderung der Künste und nützlichen Ge-werbe in Hamburg 'stellte im I. 1815 eine Preisausgabe ausüber die bessere Einrichtung der Tonnen und Eisbogen auf derElbe auf.

Tonsur. Seit den ältesten Zeiten gehörte ein kahlgeschor-nes Borderhaupt unter die Ehrenzeichen des Pricsterstandes, dochnicht der ersten christlichen Lehrer, die, um sich von heidnischenPriestern zu unterscheiden, die Haare nur nach Männcrart kurzgeschnitten trugen. Büßende ließen sich den Kopf kahl scheren,und nach ihrem Beispiele thaten dies auch die Mönche bis in das6 te Jahrhundert. Um diese Zeit ging mit mehreren andern Ei-genheiten des Mönchslebcns auch die Gewohnheit, sich eine Plattescheren zu lassen, auf die christlichen Kleriker über. Man unter-schied ein kahlgeschorncs Voröerhaupt unter dem Namen der Ton-sur des Apostels Paulus von der kreisförmig en Platteaus dem Scheitel, die man Tonsur des Apostels Petrus nannte.Jpns war in der griechischen Kirche, bei den Britten und Jrlän-dern üblich, diese in der römischen und den von ihr abhängige»Kirchen. Auf einer Synode zu Toledo im Jahr 6 zz wurde letz-tere den Klerikern gesetzlich vorgeschrieben, und die priesterlicheKrone (ooroim clei-icalis) genannt. Die römische Tonsur bliebseitdem in der occidentalischen Kirche Priestern und Mönchen ge-mein, und wurde ein Mittel zur Unterscheidung der höheren Wür-den des geistlichen Standes von den niedern. Diese tragen siekleiner — die ersten Anfänger nur im Umfange eines halben Kopf-stücks, die Priester im Umfange einer Hostie — die Bischöfe am -größten, so daß bei dem Papste fast das ganze Borderhaupt kahlist, und nur ein schmaler Kreis von Haaren über der Stirn stehnbleibt. Das Abscheren geht der Ordination voran, und wirdwöchentlich oder doch vor jedem hohen Feste wiederholt, um denNachwuchs der Haare auszurotten. Die Geistlichkeit der griechi-schen Kirche blieb bei ihrer alten Sitte. L.

Lontine, .eine Art von Leibrenten, hat den Namen von ei-nem Italiener Lorenz Tontini, der sie erfand, und ward inder Mitte des Ls-te» Jahrhunderts zuerst in Frankreich eingeführt.Die Interessenten erben die Theile der vor ihnen mit Tode ab-gehenden Mitglieder,, auf solche Weise haben diejenigen, welcheam längsten leben, am Ende für ihre Capitalien sehr große, dieIctztern oft weit übersteigende Zinsen einzunehmen. Übrigens un-terscheiden sich die Tontinen dadurch von den Leibrenten, daß dieZinsen der erster» auf die ganze Lebenszeit, diejenigen der letz-ter« aber nur auf eine bestimmte Reihe von Jahren fortlaufen.(S. auch Anleihen.)

Topas ist gewöhnlich von weingelber, seltnet von flcischro-ther, blaßröthlich'violblaner, gelblichweißer, aschgrauer und blaß-»zrüncr Farbe, und steht als Edelstein in keinem besonders hohen