Urskan Ural 2z;
ihr zweiter Stifter anzusetzen. Auch die Königin Ebristina ver-wohne die Einkünfte der Universität. Unter den Lehrern, welchedie Universität gehabt bat, find Sinns und WaRerius die berühm-testen. In dem von Gustav Adolph (1622) errichteten akademi-schen Gebäude ist die ansehnliche Universitätsbibliothek, bei wel-cher gegen 1000 Manuskripte sich befinden, und wo auch die vomKönig Gustav III. hinterlassenen und seiner Bcrordnung gemäß,erst 50 Jahre nach seinem Lade öffentlich bekannt zu machendenHandschriften verwahrt werden. Die Universität besitzt auch einMünzcarinet von 11,000 Stück Münzen, eins Sternwarte, eineMineralien- und Raturaliensammlung, und einen gut eingerichte-ten, von Sinns angelegten botanischen Garten. König Friedrichstiftete 1723 die hiesige Societät der Wissenschaften (»ocivtas liw-raiin er scieiitiariiili).
urakan (sranzös. ONT'NANN, engl. n»rrrc»ns, deutsch Orkan),ein ausländisches, aus der Sprache der Lnttllenbewohner in Amerikaentlehntes Wort, das den heftigsten und höchsten Grad eines, ge-meiniglich im Wirbel sich drehenden, mit Regengüssen, Donner undBlitz, auch wohl mit Erdbeben begleiteten StüriaeS anzeigt, derin den Antillen (s. d. Art.) nicht selten ist. Ein solcher Orkanreißt die stärksten Bäum« mit den Wurzeln heraus, zertrümmertWohnungen und verwüstet in wenigen Minuten die schönstenPflanzungen. Diese Stürme finden nur in der rednerischen Jah-reszeit, vom Juli bis Oktober, Statt. Man hat bemerkt, daß siejedesmal von Nordwest herkommen, und glaubt, daß sie durch da«Zusammentreffen des Nord - und Westwindes verursacht werden.So verwüstend auch ihre Wirkung ist, so folgt doch gewöhnlich diegrößte Fruchtbarkeit darauf. S. Raynal Geschichte der europäisch.Eviouicii in Indien, Lh. 4.
Ural, ein tartarischeS Wort, welches einen Gürtel bedeu-ten soll, ist der Name einer Gebirgskette und eines Flusses. Dieerstre fängt im der Gegend des caspischen Meeres an und erstrecktsich bis an die Stadt Orcnburg, lenkt sich aber dann nach Abendzu; sie trennt Rußland von Sibirien. An sie schließen sich unterverschiedenen* Namen andere Gebirgsketten an, die bis an dasEismeer reichen, und die natürliche Gränze zwischen Europa undAsien bilde». — Der Fluß Ural, ehemals Jaik, in ältern Zei-ten Rhymnuö,'entspringt aus den uralischen Gebirgen, und fällt,nach einem Laufe von ungefähr 2000 Wersten oder zoo geographi-schen Meilen, während dessen er mehrere Flüsse aufgenommenhat, in »erlchiedncn Armen bei Gurjew in das caspische Meer.Er ist zum Theil seicht, aber sehr fischreich, besonders wird in ihmder Stör, aus dessen Rogen der Kaviar bereitet wird, gefangen.In der Steppe auf dem rechten Ufer des Urals bis an das caspi-sche Meer , die ungefähr 560 Werste lang und 61 Werste breit ist,wohnen die uralischen Kosaken; das linke Ufer des Urals bewoh-nen die Kirgisen. Die uralischen, sonst jaikischen Kosaken, die einZweig der donischen Kosaken, von diesen aber seit 1708 ganz ab-gesondert sind, hatten sich schon im Anfange des igten Jahrhun-derts hier niedergelassen, und blieben ihren Nationalsitten amlängsten getreu. Unter ihnen erschien im I. 1772 der bekannt»Abenteurer Pugatschew, der sich für den Kaiser Peter III. aus-gab, aber seine Rolle nur kurze Zeit spielte (s. d» Art,). Unge-achtet der Theilnahme, welch« dir uralischen Kosaken au PUsäl-