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Urchristentum 2zist

münzen der Titanen und Titaniden, und die Zeugungen durchUranos hatten aufgehört. Dies drückte die plastische Sprache de»alten Gedichts so auS: die Zeit (Krönst) hat der JeugungSkraftdes UxanoS ein Ende gemacht, und ihn mit ihrem Siegel ent,mannt.

Urch'ristenthum wollen einige philosophische Bearbeiter de?Religion- - und Kircheugeschichte im wahren (idealen) Sinne detWortes zwar nur die reine Idee der Religion, die dem Stifte?des Christenthums selbst vorschwebte und in seiner Lehre, Gesin-nung und Handlungsweise verwirklicht war, genennt wissen; ge-meiniglich aber bezeichnet man mit diesem Worte die Eigenthüm-lichkeit der ersten Christengemeinden in der Lehre, Religion-übung,Gesellschastsverfaffung, Sitte und herrschenden Gemüth-stimmung,welche das Gepräge des Geiste- der Apostel, die diese Gemeinde»gegründet hatten, «och unentstellt an sich trug. Kindlich« Einfalt,schlichter, zuversichtlicher Glaube an die Worte und Thaten Jesu,fromme Begeisterung, strenge Sittlichkeit und feste- Zusammenhal-ten in brüderlicher Liebe waren die Gcundzüg« dieser Jndividualf«tät der ersten Christen. Ihnen genügte treulich anzunehmen, wa»die heil. Schrift und der Unterricht frommer, mit der gelehrte»Bildung und philosophische» Gpeculation der Weisen ihre- Zeit-alters meist unbekannter Lehrer ihnen sagte, ohne de» Mangeleine- wissenschaftlich begründeten Lehrbsgriff- und die wenige Be-stimmtheit ihre- Glaubens in den wichtigsten Dogmen, z. B. vonder Gottheit Christi, von der Dreieinigkeit, von der Modalitätder Rechtfertigung de- Sünder» vor Gott u. s. w., zu empfinden.Dafür war ihre zuverlässige, wenn auch noch keine-wege- kritischgesichtete Erkenntniß des Historischen im Christenthum desto leben-diger und fruchtbarer. Ihr Herz entbrannte in Schauern heiligerEhrfurcht und Freude bei der Verkündigung des Evangelium-,wie ein immer gegenwärtiger, alles beseelender und allen Gliedernseiner Gemeinde innig vertrauter Freund stand der einst gekreu-zigte und auferstandene, nun verklärte Heiland vor den Blicke»ihres Geistes und mit tiefer Rührung hörte» sie die Jünger, dieihn selbst gesehn, betraten sie die Stätten, wo in einer noch na-hen Vergangenheit er selbst umhergegangen war und auch für siegewirkt, gelitten und gesiegt hatte. Richt in Kirchen, deren dieersten nicht vor dem Anfange des Zten Jahrh, gebaut wurden,überhaupt ohne alle Beiwerke äußerer Pracht und Siunenlust,auch nicht als eigentlichen Gottesdienst, da der heidnische und jü-dische Begriff des Cultus dem Urchristentum fremd war, sonder»zur gemeinschaftlichen Erbauung hielten sie ihre Versammlungen t»Privathäusern, später, da harte Verfolgungen über sie kamen,auch in Höhlen, Wäldern und unterirdischen Gemächern (Catg-comben) meist geheim, oft — auS Furcht entdeckt zu werde» —unter dem Schutze der Rächt, mit Gebet, Gesang, Vorlesung heili-ger Schriften und auslegender Belehrung; verbanden sie sich zutraulichen Agapcn (s. d. Art. Liebesmahle), auf welche die Feierdes Abendmahls zum Gedächtniß des Todes Jesu und zur Befesti-gung brüderlicher Gemeinschaft folgte, ihnen ein Mysterium,durch Entfernung aller Ungetansten und Uneingeweihten auch äu-ßerlich mit heiligem Dunkel umhüllt. Lebendige- Wasser dient«zur Tauie derer, die Aufnahm? in die Gemeinde Jesu begchrtmund ihre» Glaube» an Vater, Sohn und Seist bekannte«. Eine