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Zenhter Band. To bis Z.]
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Lersvl-nngen ver LMsien -vs

rung der Ruhe enthielten, kam es in Palästina zu keiner allge-meinen, von der römischen Obrigkeit begünstigten Verfolgung der.leiden und nur einige Vorsteher der Gemeine zu Jerusalem, wieStephanies und die Apostel Jacobus d. ä. und Jacobus d. j., sie.Ie» als Opfer für alle, jener 4z n. Chr., diese 6z. Dagegenwußten die Jude» in den Städten des römischen Reichs, wo sieColonieen hatten und bald auch christliche Gemeinen entstehen sa-hen, durch gehässige Verläumdungen den Argwohn der Obrigkei-ten gegen sie aufzuregen. Denn diese mochten die Christen an-i fangs als eine unbedeutende jüdische Sccte übersehen oder um so

! williger geduldet haben, je weniger sie als Leiden, denen die

Mannichfaltigkcit der Gottesdienste zusagte, in der Einführungeiner neuen Gottheit etwa« Verfängliches fanden. Daß Nerodie Schuld des von ihm selbst angestifteten Brandes der StabsRom den Christen zuschrieb und im Jahre 64 grausame Hinrich-tungen, die auch die Apostel Perrus und Paulus um 6z trafen,

> gegen sie verfügte, war mehr ein Act der kaiserlichen Wulkür alsder Politik oder Jnioleran.;. Diele erste Verfsigung scheint sichnicht weit über Rom hinaus erstreckt zu haben; dagegen entstandeine zweite im Jahre 95, wo Dom »trau durch den königlichenNamen, den die Christen Jesu beilegten, irregeführt, nach frucht-losen Nachforschungen wegen angeblicher Verwandten und Präten-denten der Krone Jesu vieleBekenner desselben, besonders in Klein-asien, umbringen oder verjagen ließ. Als die dritte Verfolgungder Christen wird Troians Gesetz geg-n geschioss-ne Gesellichaf-ten und geheime Verbrüderungen betrachtet, das ii,Z ein Verbot

> ihrer Zusammenkünfte und die Bestrafung einzelner Widerspensti-' gen nach sich zog, weil die römischen Proconsnln, z. B. Plinius

d. j. in Bithynlen, dre Weigerung der Christen, dem Bilde desKaisers die herkömmliche Verehrung zu bezeigen, strafbar un)überhaupt den von den meisten Nckiona gewolnheiten abweichen,den, selbstständigen Charakter dieser Leute verdächtig fanden. Einpörcnde, meist durch jüdischen Sectenbaß erzeugte und ausgestreuteBeschuldigungen nährten diese ungünstige Stimmung der Heidengegen die Christen. Da sollten sie bei ihren Vrl'ammlungen M n-schenfleisch genossen (Mißverstand der Abendmahlsfeicr) und schänd-liche Laster ausgeübt haben und nicht nur den Untergang der al-ten Volksreligionen, sondern auch den Umsturz des römischen Kai-serthrons und die Stiftung einer neuen Äonarch-e beabsichtigen.Indeß läßt sich aus ihren Eigenheiten die Entstehung solcher un-gegründetcn Gerüchte leicht erklären. Ihr sreuick nur aus gerech-ter Furcht mit Geheimniß umgebnes Treiben und Wesen, der se-paratistische Geist ihrer GksklUchaftsverfaffling, ihre.verborgenen,oft nächtlichen Zusammenkünfte und Andachtsübungcn gaben aller-

> dings dem Mißtrauen Stoff, und die bei vielen unter ihnen bis- zu chilaistischer Schwärmerei gesteigerte Erwartung einer nahen

Wiederkunft Christi, von der eins ihrer heiligen Bücher, die Of-fenbarung Johann»'- (Apokaiyse) in seltsamen, bedenklichen Aus-drucken sprach, ihr heftiges Eifern gegen hcidniichc Sitten undGebrauche und ihr offner Kampf gegen den Götzendienst, dem siemit jedem Jahre Lausende abtrünnig machten, mußte wohl ebensosehr die dadurch, beeinträchtigten heidnischen Priester, als diern das Interesse der Staatsreligion verwickelten Obrigkeiten wider»lies, was christlich hieß, einnehmen. Doch waren die Christen

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