Vertheidigungsschriften Vertrag 82 Z
auf das Vcrtebralsystem von den Unterleibsnervengcflechten Stattfinden, B. im St. Veitstanz, in mancher Art von Epilepsie,von Wurmreiz entstanden, oder in andern Krämpfcn und Zu-ckungen.
Vertheidigungsschrrften, s. den Art. Defen-sionen.
Vertikal (aus dem Lat. vertex, Scheitel) scheitelrecht ingerader Linie über dem Scheitel sich befindlich, z. B. die Sonnesteht vertikal. Datier B c r r i e a l - L r n i e, eine scheitelrechte Li-nie, d. i. eine gerade aufrecktstehende, tre mit ibrer Grundlinieeinen Winkel von bildet. — V er ti c a l-W in k cl, Schei-telwinkel, sind zwei Winkel, die sich mit ihren' Scheiteln oderSpitzen berühren. Sie entstehen, wenn zwei gerade Linien sichdurchschneiden.
Vertot d'Auboeuf (Rene Aubert de), wurde den LZste»November 1655 in dem Schlöffe Bennetot in der Normandie ge-boren, und trat wider den Willen seiner Ältern in den Capuzi-nerorden. Da seine Gesundheit bei der Strenge dieser Ordensre-gel sehr litt, trat er 1677 in den Orden der Prämonstratenier,und wurde allmählig Secretär des Generals, Pfarrer und endlichPrior seines Stiftes. Der Einsamkeit des Klosterlebens über-drüßig, ging er 1701 nach Paris, und wurde Weltgei'stttcher, undbald darauf Mitglied der Akademie. Seine Talente gewannenihm bald mächtige GönnOt; so wurde er dann Secretär der Her-zogin von Orleans, und endlich 1715 vom Großmeister von Maltazum Historiographen des Ordens ernannt. Später erhielt er dieCommende von Santeny. Vertot brachte die letzten Jahre seinesLebens unter den schmerzlichsten körperlichen Leiden hin, unterdenen er auch am rgtcn Juni 17Z5 starb. AIs Geschichtschreiberhat er sich großen Rühm erworben, und man betrachtet ihn alsden Eurtius der Franzosen. Sein Styl ist ausdrucksvoll, undseine Art zu erzählen, leicht und gewandt. Er ist ohne Vorur-thcile, und bei der Lektüre seiner Werke erräth man nicht, wel-cher Nation oder welchem Zeitalter er angehört habe. Seine Re-flexionen sind treffend, gründlich und bestimmt, und immer miteiner edlen Einfalt vorgetragen. Man macht ihm den Vorwurf,daß er in der Wahl der Materien nicht umsichtig und streng ge-nug gewesen, und daß er seine Erzählungen oft auf Kosten derWahrheit ausgeschmückt Habs; er hatte es in seiner Gewalt, dieLeser zu Gunsten seiner Helden zu gewinnen, aber es fehlt ihman kritischem Forschungsgeiste und tiefer Menschenkenntniß. —Seine vorzüglichsten Werke sind: I/Hisroirs äs» R.evo 1 »rioi>»äs korlnxsl (deutsch, Regensburg 178L); I.'Hi»toire äs» N.KV0-lutions äs Lubäe; I.'Ilisroirs äs» Ilovoliitions IloiiiSiiiesDeutsch, Wicn 1802); ls.'Hi?ic>!rs äs Mülle (deutsch von F. I»Niethammer, Jena 17^2); lkrsirs äs 1 s «xriivsucs äs Dretsx-ue; Histoii'e sriti^ue äs l'stssilisseirieiir äs» Lroroii» äsn» 1e»Ornlo»; und endlich mehrere Dissertationen.
Vertrag, Contract (pactum), eine zwischeu zwei Men-schen gegenseitig erklärte Einwilligung, welche eine Leistung z>:mZwecke hat. Der Vertrag ist die einzig mögliche Art, wie ichdie That eines Andern, zu der ich ihn nach Rechtsgesetzen bestim-me, erwerben kann. Diese Erwerduna ist also jederzeit von demEigenthum »ineS Andern abgeleitet, und dies« Ableitung muß ein