Band 
Zenhter Band. To bis Z.]
Seite
558
JPEG-Download
 

558 Wrstindien

Küstenstrich zwischen dem - Australoccan und den Anden (10,440 ^ >

QM. mit 750,000 Einw., ohne die Indianer, unter welchen die >meist noch ungezwungnen Araukaner die tapfersten sind), rn wel- i

chem die Spanier jährlich 10,000 Mark Gold und 29,700 Mmss k

Silber gewannen. In Bu e n 0 s - A yres begann der Aufstand im t

Z. 1810. Der dem altspanische» System ergebne Bicekönig Sink- ! »

ers wurde abgesetzt. Man errichtete eine Junta. Chile, folgte ! ediesem Beispiel und sandte Truppen zur Unterstützung von Buenos, t

Ayres. Auglei'ch bemächtigten sich die Insurgenten des südlichen 2

Peru, wo schon den 16. Aug. 1809 in La Paz ein Aufstand ' «

ausgebrochen war. Bcrgrblich sammelte Linicrs Truppen, um Bu- 6

enos Ayres zu unterwerfen. Sie gaben seine Sache auf. Er floh 8

ins Innere, ward aber eingeholt und nebst seinen vornehmsten An» st

Hängern erschossen. Nun schlössen sich iämmtltche Provinzen an 2

die Sache von Buenos-Ayres an. Überall wurden die Altspanier ei

von den Kreolen besiegt. Doch entstanden auch unter diesen Par- g

teirn. Die Uneinigkeit der Insurgenten in Chile erleichterte dem st

spanischen General Goyeneche die Wiedereroberung dieser Provinz. d

Indeß konnte er sie nicht behaupten, da seine Grausamkeit alle t

Bewohner aufs Neue empörte. Noch widerstank der wichtige st

Punkt Monte-Video. am linken Ufer des Plata, unter dem d

General Elio, den portugiesische Truppen verstärkten, eine Zeit- »

lang den Colonisten; endlich schloffen beide Theile einen Vergleich, 2

nach weichem sich die Portugiesen zurückzogen. Hierauf verkam- u

melte sich in Buenos-Ayres ein Eongreß, welcher drei hohen Be- ü

amten die vollziehende Gewalt übertrug; allein die Fortschritte der ?

siegreichen spanischen Waffen in Peru bewogt» den Congreß, den , siD. G. Pozadas zum obersten Director der Republik'zu einen- ! stncn, dem ein Rath von sieben Mitgliedern an die Seite geletzt t>

wurde. Damals (im I. 1814) Nahm der Oberst Alvear Monte- g

Video mit Kapitulation, nach welcher sich die spanische Besatzung ii

nach Spanien einschiffen durfte; da jedoch die spanischen Generale z

in Peru ihre neuen Vortheile nur mittelst Verletzung der geschios- st

senen Verträge erlangt hatten, so ward jene Kapitulation von N

der Republik'uicht beobachtet.- Dagegen bemächtigte sich der Gene- n

ral ArtigaS als Oberbefehlshaber der östlichen Plataprovinz, wo g

er einen Theil von Paraguay unabhängig beherrschte, Monte Bi- 2

deo's und schlug dieAcmee von Buenos-Ayres. Nunmehr beschloß N

das Cabinet pon Rio Janeiro, dem Fortschritt der Jn'urrrction dl

Einhalt zu thun, und deßhalb das östliche Platauser in Besitz zu K

nehmen. In dieser Absicht landete «in portugiesisches Heer unter je

ssecsr d. 2Z. Öct. 1816 im Plata bel Maldonado und besetzte Monte- S

B deo ohne Widerstand im Jan. 1317. Hierüber entstanden aber Miß- jv

Helligkeiten mit Spanien, welch« durch die Vermittlung der euro- A

päischen Hauptmächte noch nicht beigelegt sind. Die portugiesisch« , s«Regierung hat sich nicht nur g«gen Arrigas, der sich an den Uru- i«

guay zurückgezogen, im Besitze des östlia-en Plataufers behauptit, ' lflsondern scheint auch mit der Republik Buenos - Ayres in friedlichen th

Verhältnissen zu stehen. Diese Kreslenrepublik, welche gegenwärtig in

von den dreizehn Provinzen am la Plata neun tn ihrer Gewalt hat, - seiund in den übrigen den Guerillakrieg mit Erfolg fortsetzt, erlitt ka

in ihrem Innern mancherlei Veränderungen. Endlich wählte das 7 t

Volk eine» neuen Eongreß, der sich zu Tucuman versammelte, wo »,!

er den D. Martin PUyrredsn zum «bersten und einzigen Di- bei