Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
21
JPEG-Download
 

Adanson 2»

ine durch ihre Gefälligkeit so bekannten Gelehrten. Das ttnneischeLt. System, welches sich damals zu verbreiten anfing, reizte ihn zurder Nacheiferung; er erfand andere, die ihm mehr Sicherheit darbo-un, ten, und in einem Alter von vierzehn Jahren hatte er deren vierton entworfen. Die heiße Begierde, aus allen Kräften die Wissen-ope schaften zu fördern- bewog ihn, dem geistlichen Stande, für denzu er bestimmt war, zu entsagen, und auf Reisen zu gehen, um inau- noch »»besuchten Ländern Forschungen anzustellen. Er entschiedtue sich für den Senegal, weil er glaubte, daß die Ungesundheit die-nte, ser Gegend noch lange die Naturforscher abhalten würde, sie zusie» untersuchen. Im I. 1748 trat er in einem Alter von einund-md zwanzig Jahren diese Reise an, auf welche er den größten Theil!ar- seines Vermögens wandte. Kaum war er an dem Ziele seinervr- Bestimmung angekommen, als er mit dem glühendsten Eifer seinean- Untersuchungen anfing, und unermeßliche Schätze in allen dreiihn Naturreichen sammelte. Da er bei diesem Geschäft sehr bald das>ei- Mangelhafte der bisherigen Eintheilungsmethoden fühlte, die ihnmr» oft irre leiteten, bemühte er sich, dieselben durch eine allgemeinei)a- und allumfassende zu ersetzen. Außerdem fertigte er von den Län-sie der», die er durchwanderte, genaue Karten, und sammelte Wör-8 dn terbücher von den Sprachen der verschiedenen Völkerschaften, mitize, denen kr in Berührung kam. Nach einem fünfjährigen Aufent->ei» halt in einem so heißen und ungesunden Clima kehrte er mit den:en, kostbarsten Sammlungen in sein Vaterland zurück, wo er 1757iter seine Ikisroirs natuielle än 8ensA»1 (l Vol. 4 -) herausgab.>ate Dieses Werk enthält, aUßer einer neuen, nach seiner allgemeinenräch Methode entworfenen Eintheilung der Schalthiere einen Versuch>de, zu einer neuen Nomenclatur, vermöge welcher jede Gattung mitkin- einem rein singirten Namen bezeichnet werden sollte. Einige mu-er sterhafte Abhandlungen, welche die Akademie in ihre Memoirenbei- aufnahm, erwarben ihm im I. 175g den Titel eines Akademikers,'cht, Sie waren aber nur ein Vorspiel zu seinem großen botanischenwb- Werke, welches er 176z unter dem Titel IHrnilles <lss planes»Von in zwei Bänden herausgab. Dieses bewundernswürdig gelehrteden Werk konnte jedoch seinen Zweck, der Botanik eine neue Gestaltsis ZU geben, gegen Linnk nicht erreichen. Auch kann man es nichtei» für ein Elementarbuch gelten lassen; aber denjenigen, der die er-ern sie» Schwierigkeiten überwunden hat, wird es mit unzähligen>rs. Kenntnissen bereichern. Einige Flecken, die man darin fand, undreit die der Verfasser selbst erkannte, bestimmten ihn nach fünf Jahreneine zu dem Entschluß, sein Werk neu herauszugeben. Er hatte zahl-!laS reiche Veränderungen und Ausätze gemacht, als er von gigantt-bei- scheu Ideen hingerissen, den Pla« zu einer vollständigen Encyclo-pädie faßtei In der Hoffnung, daß Ludwig XV, dieses Unter-zu Nehmen unterstützen werde, sammelte er die Materialien dazu, die>ah- ^ kurzem zu einer ungeheuren Masse anwuchsen, und legte imelte ^778 der Akademie einen Plan vor, der durch seinen Umfang„ei- ^gemeines Erstaunen erregte. Man unterwarf ihn einer nähernlur- Prüfung, deren Resultat jedoch des Verfassers Wünschen und Er,u«° „Artungen nicht entsprach. Adansons Plan war unstreitig treff-E aber er hatte Unrecht, ihn nicht theilweise, sondern auf eM-' br ausführen zu wollen, und dieser unbeugsame Eigensinn war^ überhaupt unausgeführt blieb. Er fuhr indeß mrteser ""geschwächtem Eifer fort, seine Materialien zu vermehren.ua»