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Bayern soz
Österreich am 14. April 1816 abgeschlossene Gtaatsvertrag denverschlungenen Knoten. Vermöge dieses Staatsvertrags tratBayern an Österreich ab: 1. die Theile.des Hausrucksviertels unddas Jnnviertel, so wie sie 1809 von Österreich an Bayern abge-treten worden waren; 2. das Fürstcnthum Salzburg mit Ausnah-me der Ämter Waging, Tittmaning, Leisendorf und Laufen, in-soweit diese auf dem linken Ufer der Salzach und Saale gelegensind und g. das Amt Bits; dagegen erhielt es: - von den Gebie-ten auf dem linken Rheinufcr, und zwar vom ehemaligenDepartement Donnersberg, die Arrondissements Zweibrücken, Kai-serslautern, Speier (mit Ausnahme der Cantone Worms und Pfed-dersheim), den Canton Kirchheimbolanden im Arrondiffemcnt Alzey,dann vom Saardcpartement die Cantone Waldmobr, Blieskastelund Kusel (mit Ausnahme der Drtschaften Schwarzard, Neichwciler,Pfeffelb-ch, Ruthweiler, Burg und Thal Lichtenberg), im CantonSt. Wendel die Gemeinden Saal, Nicdcrkirchen, Bubach, Marth,Hof und Osterbrncken, im Canton Grumbach die Gemeinde«»Eschenau und St. Julian; dann im niedcrrheinischen Departementden Canton, die Stadt und Festung Landau, letztere als deutscheBundcsfcstung, die Cantone Bcrgzabern, Candel und den ganzer»Theil des Departements Niederrhein, welcher von Frankreich durchden pariser Vertraa vom 20. Rovbr. 1815 abgetreten worden war»so wie h. die ehemaligen Fuldaischen Bezirksämter Ham-melburg, mit Lhulba und Saaleck, Brückenau mit Mollen, dasAmt Weisers, ausgenommen die Dörfer Melters und Hattenrodt,dann im Amte Biebcrstein die Dorfschaften Watten, Brand,Dietges, Mndlos, Liebharz, Melperz, Lberebernhard nebst Stein-bach, Seifferts und Thaiden. — Roch kann nicht mit Genauig-keit die statistische Ansicht Bayerns gegeben und das Mehr oderMinder gegen sein Areal nnd dessen innere Kräfte, wie am Tagedes rieder Vertrags (8- Oct. i8»3) es war, dargestellt werden;damals betrug sein Flächeninhalt (seitdem Frieden von Wien)a 73 b Ö. Meilen, mit einer Bevölkerung von 3,800,000 Menschen,von denen Z Millionen sich zur catholischcn Religion bekannten.Die Einkünfte betrugen damals etwa 18 Millionen Gulden,dis Staatsschuld en wurden auf 90 Will. angegeben, zu deren'Tilgung jedoch ein bedeutender Fonds angewiesen war, so daß sieZo Jahren bezahlt seyn sollten. Das Militär bestand auS50,000 Mann Linlcntruppen; außer der activen Armee und dem-ourg-rmi'litär war Anfangs 181Z schon eine Nationalgard«errichtet worden, die aus drei Classen besteht, deren erste die Re-.isrvebataillvns ^ die active Armee ausmacht, während die zweite,me mobilen Legionen genannt, innerhalb der Gränzen in Zeitenwirklicher Gefahr dient, und die dritte nur zur Erhaltung der^uhe und Sicherheit innerhalb der Landgcrichtsbezirke verpflichtetDie Staatsverfassu»g gründet sich auf die vom Kd-" gegebene Constilution, promulgirt am 1. Mai 1808 und er»«w!>.hrt am 1. Ort. desselben Jahres. Der König ist "N Besitze
der vollen Souverainctät und Staatsgewalt in allen ihren Zwei-Gesetzgebung „nd Besteuerung ist jedoch der A
°er Aationalrepräsentation unterworfen. Die Krone ist erblich u»Mann-stamme
gebin: regierenden Hauses, nach dem Rechte der Erst»
>d l°!chün» des ^ ^»earischen Erbfolge; nach gänzlicher Er-
-3 des Aannsstammcs fällt die Erbschaft auf die -rochier und