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Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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452 Lärmendes

eine Folge von Scenen zeigten. Sein größtes Vergnügen »useine Sprichwörter i» Transparente und seine Transparente j«Sprichwörter zu übersetzen. Gedruckt sind von ihm i. prov-ch«üiLinAtihnes, 6 Vol. 1763. (Auch in dem Neciieil Ae-ck-rsl änproversies äiarr>»Ng,tcs, Oonüecs 1785. 16 Vol. in 12. enthebtev). Später gab er selbst noch einen 7tcn und Zten Band Heraei,und nach seinem Kode erschienen noch zwei Bündchen ^louvs-Pkroveiiies ärairimignes, karis !gil. 2. UreLcis äii kriii«Gleneie.oiv tue., 2 vol. I. skliüätie äe cninp.«^'«, 4V0I. s.hiDuo 5. Tiioinpüo äs 1'ainonr rnp Ics inoenrs äs«

»iecle n. s. w., zwei Romane. 6. üe j-Iäue, und 7

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1'aiincv.

Carneades von Cyrene, der Stifter der neuern oder drit-tcn Akademie, war gegen das Jahr 2iy vor Christi Ge.urt g«-boren. Sokrates hatte die widerlegende Methode in die Philoso-phie eingeführt, und mit einem milden Spott und einer durch-greifenden Dialektik die dogmatischen Philosophen glücklich bekämpft.Statt ein Lehrgebäude zu gründen, hatte er sich bestrebt, eine «dliund erhabene praktische Moral auszubreiten. Dieselbe Bahn hatt»Plato betreten. Arcesilaus, der Stifter der zweiten Akademie,Kellte, die Grundlagen jeder Theorie zu vernichten, die Lehre volleiner absoluten Ungewißheit auf, und behauptete, daß es koiinWahrheiten gebe. Carneades wich eigentlich von dieser zmrtkllAkademie nicht ab. Untersuchen wir seine und des Arcesilaus M«-nungen, wie sie uns Cicero überliefert hat, so finden wir, daß fnitn Ganze» dieselben sind. Lrcksilaus sagt: „Es gibt keine Wahnheit;" Carneades: „Man kann sie nicht erkennen." Eine größer:Verschiedenheit zwischen beiden Philosophen war in dem prcMi-chen Charakter. Arcesilaus, der gegen Alles in der Welt Znmmerhob, setzte sich dem Spotte aus, der den Pyrchoniern zu Thmward; Carneades stützte sich mehr auf die Wahrscheinlichkeit, duim Leben entscheiden muffe. Er erlaubte sogar dem Weisen, in guwissen Fällen zu vermuthen, nur solle er nie abspreche». Im Armzen scheint es, daß der Zweifel des Carneades eine Art von Spmdes Scharfsinns war, und daß er sehr wohl begriffen hatte, Wer ein mächtiges Angriffsmittel sey, aber nichts mehr. Auch istdrrRuf des Carneades vorzüglich auf seine widerlegende Beredsam«»gegründet, die er stets anwandte. Behauptungen umzustoßen lwoZweifel zu verbreiten. Besonders gegen die Stoiker 'richtete Car-neadeL seine furchtbaren Angriffe: er gestand selbst, daß er «?»«Chrysipp nicht geworden wäre, was er seh. Es ist hier nicht vo»der praktischen Moral und dem allgemeinen Geiste der Stoiker,sondern von ihren philosophischen und physischen Dogmen die Neo<>Er zeigte ihnen die Abgeschmacktheit ihrer Neligionslehrep, u»vernichtete dadurch den Polytheismus. Er erklärte sich gegen 0Orakel, indem er ihnen den freien Willen des Menschen sntgegc -stellte. Er bekämpfte die Ansichten der Stoiker und Pcripattt ,von dem höchsten Einte. Die ersten sagten, daß die höchste Giscligkeit darin bestehe, der allgemeinen Harmonie der Natur gem pzu.leben, und daß alle äußern Vortheile, Reichthum u. s. w.,

Fei» festes Glück gewährend, keiner Zuneigung werth sehe», -

Peripatetiker und die ältere Akademie setzten das höchste

den anständigen Genuß derjenigen Dinge, die i» der Ordnung ^