Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
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leon — wie man erzählt, durch üb-lbefinben aufgehalten — br«änicht zur rechten Zeit von Dresden auf, um dem Eorps M«!Mortier zu folgen. Als er nun auch die Nachricht erhielt MjMacdonalds Niederlage an der Katzbach in Schlesien, so rief ,«Mortier zurück. Dagegen griff den General Bandamm- am zoß«ifrüh um y Uhr Barclay de Tolly mit frischen Kruppen«,,während die österreichischen Divisiotien Colloredo und Biaa-chi, ne'bst der russischen Brigade Knorring, die Höhen diifeindlichen linken Flügels erstürmten, und die Franzosen aus PachWitz und Neudorf vertrieben. Noch stand die Schlacht, als um nUhr der zweite preußische Heerhaufe unter dem General»»»Kleist von der nollcndorfcr Höhe herab den Franzosen in d«>Rücken kam. Kleist hatte nämlich auf seinem Rückzüge durch di«Bergschluchten bei Glashütte den 2ysten Abends auf SeiteuweznFürstenwalde aus dem höchsten Punkte des Gebirges erreicht. Hi»faßte er den kühnen Entschluß, da olle übrigen Wege gestopftren, in dem Rücken des Feindes über den nollendorfer Paß nachtutöplitzer Straße durchzudbingen *). Er meldete dies Schwarz«»-,berg, der bereits von Töplitz aus den Angriff am zosten früh K-geordnet hatte. Kleist mußte eilen, denn es war möglich, di!Mortier, der bei Pirna stand, ihm in den Rücken fiel. Zeßtschsich Vandamme in dem Kessel bei Culm eingeschlossen. Mit B»zweiflung kampfend , wollte er bei Nollendorf sich durchschlag«»'Die französische Reiterei warf sich auf die Preußen, und das As-volk folgte in, geschlossenen Vierecken. Schon hatten sie die, Mai-schen Landwehr-Bataillons auf dem linken Flügel getrennt; >i»schlesisches Bataillon widerstand. Da stürzte sich, weder von Sun»!noch Feldmauern aufgehalten, das österreichische DragonerregiwuiJohann auf die französischen Vierecke, und zertrümmerte sie, l'schnell sie auch die zerrissenen Glieder wieder ordneten, gänMDie Reiterei entrann in wilder Flucht; der bei Culm noch fechtt«^Theil des französischen Heeres aber war nun völlig umzingelt.fiel Vandamme selbst mit drei Generalen und dem ganzen Genew-stabe, nebst 8000 Mann mit 80 Kanonen, zwei,Adlern und MFahnen in die Hände des Siegers. Er wurde als Gefangener mMoskau in den Kreml abgeführt. Unter den Todten fand man

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*) Kleist hatt« eigentlich den Auftrag, durch die Pässe von Geteckberg Böhmen zu gewinnen. Allein Fiese waren so gestopft vontliisrie, Bagage, Trappen, die aus Sachsen zurückkamen, das -w !

Durchkommen zu denken war, und er nah« den Vorschlug seiM >

rals Grollmann an, von Glashütte, wo er stand, auf «««

- Nebenwege gerade nach Nollendorf zu gehen, um hier Sie " ,

Straße nach Böhmen zu gewinnen, and dem Vandamme, derselbe Straße gezogen, In den Rücken zu kommen. — W >

große Begebenheiten oft von kleinen Umständen abhängen! Diese ,

benwege wußt« Niemand. Allein G r allen ann (S» Lye« j

Eeneralstabe» unter Kleist) erinnert« sich, tu dem Prozess« ^

neralS tzinck gelesen zu haben, daß er nicht nöthig gehabt, >" §

pen zu capltullren, weil noch ein Weg da sey, auf j,

ß«N könne. Dieser Weg wurde nun aufgesucht und d,S M°rs° >,

gen io Uhr kam da» kleIstsche tzorp« dir no!i-nSorf-r «StM ' ^

unter, Und stieg bet Tulm Ins Thal. (Aus «tnm Brief« ««" « z»«nberg «m westphäl. -nz«tger.)