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Dänemark
ist Friedrich Vl. geboren den 28sten Januar 1768. Er wurde imApril 1784 zum Mitregenten feines Vaters erklärt, führte eigent-lich von dieser Zeit an die Regierung allein, und bestieg nach deiVaters Tode am izten 'März 1808 den Thron. Erst'am giftenJuli 1815 ließ er sich mit seiner Gemahlin, Maria, Tochter des Land-grafen von Hessen, Carl, (einem Bruder des jetzigen Churfürsten venHessen - Cassel) zu Friedrichsburg feierlich krönen. Aus feinet Ehesind nur noch zwei Prinzessinnen übrig. Nach dem oben erwähntenKönigsgesrtz geht die Erbfolge äuch auf die weibliche Linie überRekchsländereien gibt es in Dänemark nicht; die ehemaligen sind seit1676 abgeschafft. Die beiden angesehensten Ritterorden sind derElephanten-und der Danebrogordcn, der Mitglieder beS letzter»gibt es zwei Hauptclassen, Ritter und Danebroge-männer. Die herr-schende Religion in Dänemark ist die lutherische; dit andern christ-lichen ReliaionSparteien und die Juden werden geduldet. Diesechs vornehmsten Geistlichen, unter denen die übrigen stehen, ha-ben den Titel Bischöfe. Seit dem Anfange des vorigen Jahrhun-derts hat man es sich in Dänemark sehr angelegen seyn lassen,die christliche Religion in Grönland »nd in Ostindien auszubrei-ten, und es ist deßwegen ein eigenes Missionscollegium zu Coxen-hagen errichtet worden. Für die wissenschaftliche Bildung sind dieUniversitäten zu Copenbagen und K-el; zu Soroe ist eine Ritter-akademie und zu Odensee ein akademisches Gymnasium. Es habensich verschiedene gelehrte Gesellschaften gebildet, aind König Fried-rich V. stiftete 175,4 zu Copenhagen eine Makler-, Bildhauer- undBauakademie. Der dänische Kriegsstaat ist, gegen sonst, sehr ver-mindert worden. Im Anfange des Jahrs 1816 bestand die Land-macht. die Leibgarden ausgenommen, aus neun Cavallerieregi'men->tecn, jedes zu üoo Mann, und iZ JNfanterieregimentern, zu in«!Mansi jedes. Die Stärke der ganzen Armee, mit Inbegriff der!Artillerie und einiger besondern Corps, wurde auf 40,000 Manngeschätzt. Ein Theil dieser Truppen steht als Hülfscontingent inFrankreich. Die Marine, welche von dem Admiralscollegio unterdem Borsitze des Königs besorgt wird und zu welcher das See-cadettencorp« gehört, hat eine große Veränderung erlitten, d»durch die am 7ten September 1807 zu Copenhagen geschlossene Ka-pitulation die ausgerüstete und in segelfertigett Aland gesetzt!Flotte (man rechnete damals in allem Y8 Kri'egsfohrzeuge) denEngländern übergeben werden mußte. Es blieben Dänemark nureinige bewaffnete Fahrzeuge übrig. Vermöge des Friedens voü Ki»(den gten Jan. 1314) wurden zwar die dänischen gefangenen Ma-trosen, nicht aber die Schiffe freigegeben. Im Anfangt de»Jahrs t8r6 hatte Dänemark wieder drei Linienschiffe von 74Canonan und vier Fbegatten, außer einigen Briggs und ander»kleinen bewaffneten KriezsfahrMgeN. — Die Einkünfte Däne-marks können, nachdem Norwegen abgetreten worden, gegen st-b« sMillionen Thaler betragen. Hierunter sind jedoch nicht begriffen:die Einkünfte des tieuacquirirten Herzogthums Lauenbltrg, deljcn sElbzoll bei der Stadt Lauenburg jährlich 40 bis 50,000 TNcmreinbringt; der Sundzoll, welcher gewöhnlich zu 700,000 Li>a-ejahrlich angegeben wird, und in die königliche Privatcaffe slietzl-ferner die außerordentlichen Einnahmen an Subsidiengeldern,zwei Millionen Thaler preußisch Courant, welche Pteußenwiener Lrpctat vom 4ten Juli 1815 zur Entschädigung n> g