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Verzierungen eines Saals oder Gebäudes bei festlichen Gelegenhei-ren, erfindet und ausführt, in einem allgemeinen Sinne spricht);indeß bedient man sich dieser Benennung doch in engerer und vor-züglicher Bedeutung von der Lh eatermalerei und Bühsien-kunst, und versteht unter Dekoration alle diejenigen Male-reien, welche dazu dienen, den Ort, an welchem gewisse Scenenvorfallen, angemessen zu vergegenwärtigen. Hierzu gehören vor-züglich die Coulissen, der Grund (oder die Gardine), welcher amEnde der Bühne die Aussicht schließt, Vor- und Ansätze und dieLuffiten, welche die Lecke bilden. Der Decorationsmaler, wel-cher in gröberen Stössen arbeiten muß, muß vorzüglich die linea-rilche und Lustperspective verstehen, um die örtliche Täuschunghervorbringen zu können, dabei muß er den Effect des Lichtes,namentlich des Lampenlichtes und die Läng« der auftretenden Fi-guren richtig zu berechnen verstehen. Daher auch die vortrefflich-sten Dekorationen beim Tageslichte kaum anzusehen sind. Im All-gemeinen aber möchten d i e Dekorationen die zweckmäßigsten seyn,welche mehr andeutend als ausgeführt sind, und alle Aufmerksam-keit des Zuschauers, dem etwas Phantasie wohl zuzumuthen ist,nicht von der Hauptsache, d. k> den handelnden Personen, ab-leiten.
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^Defension. Die Vertheidigung, besonders in Crimknalsa-chen, die Vertheidigung einer Person, die eines Verbrechens an-geklagt ist — daher auch Defenstonsschrift, Schutzschrift»welche von einem Ldvocaten (der in dieser Hinsicht Defensor
... llfachen. In der Fortisication, .die Hülfe, welche eine Linie oder ein Werk dem andern beschosse-nen leistet, worauf bei Anlegung der Festung hauptsächlich gesehenwerden muß. Daher D efe n si o n s lin ie oder Defenslinie, einegerade Linie bei Bcrschanzungen oder Festungen, nach welcher dasGeschütz bei der Vertheidigung gerichtet werden muß.
-Defensi v-Alliance, eine Verbindung zweier oder mehrererStaaten, welche den Zweck hat, auf den Fall eines Angriffs vonandern, sich gegenseitig beizustehen; und Defensivkrieg, einKrieg, welcher Vertheidigungswelse, oder um sich vor einem wirk.dich bevorstehenden oder schon geschehenen Angriffen zu schützen, ge-ehrt wird. Offensiv« Bewegungen können daher das Wesen einesDefensivkriegs nicht ändern, sie sind vielmehr in der Regel einerbloß passiven Vertheidigung vorzuziehen (der 7jährige Krieg warvon Preußens Seite ein reiner Defensivkrieg, aber voll offensiverOperationen).
*Defrlä, jeder Weg, der durch Terrainhindernisse so beengt
daß er von Truppen nur in geringer Breite paffirt werden»»» (die gewöhnliche Ansicht des Laien beschränkt diesen Begriff»Wich auf Gebirgspässe, so ist aber z. B. die Kunststraße von^Viig bis Lindenau ein Desils). Da sie den Marsch der »rup-fe» sehr auf- und diefe dadurch länger im feindlichen Feuer hal-le», so vermeidet man sie möglichst, besonder- mit Geschütz und Wa-gen-Kolonnen. DieVertheidigungeinesDesilsskann auf verschiedenes"t geschehen; wird es durch Anhöhen gebildet (besonders bewachsne)° besetzt man sie und stellt sich in Masse dahinter — der sogenannte^«harund in der Schlacht bei Kunersdorf — ist die« nicht der