Denis (Michael)
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in Gallien das Evangelium zu predigen, starb durch HenkersHand am Ende des zten Jahrhunderts. Catuüa, eine Heidin,gerührt durch die grausame Verfolgung und die Standhaftigkeitdes Märtyrers, wußte sich seinen Leichnam, der eben in die Seinegeworfen werden sollte, zu verschaffen, begrub ihn in ihren Gar-ten, ward Christin und erbaute auf seinem Grabe eine kleine Ka-pelle, die in der Folge erneuert und von der heiligen Genovevanach einem größer» Plane aufgeführt, im 6ten Jahrhundert zurinn der diühkndsten Abteien erwuchs. Noch steht der große,Ehrfurcht gebietende Bau der ältesten christlichen Kirche Frank-reichs in des Alterthums grauer Würde. Links war der Haupt-eingang, eine größere Thür mit zwei Pforten an den Seiten, ge-ziert mit den in Stein gehauenen Bildnissen der ältesten Heiligenund der fränkischen Könige, das Innere der Kirche war groß unsreich durch Geschenke der Frömmigkeit und durch Werke der Kunst;
> und in den weiten Gewölben unter dem Chor ruhten die Leich-name von mehrern Königen des ersten und zweitenund alle Regenten des dritte» Geschlechts von HugoCapet bis auf Ludwig XV. Jetzt sind allen Heiligen undKönigen am Eingänge mit kunstvoller Auth die Köpfe abgehäm-mert und abgemeißelt; das Innere zeigt aller Orten Spuren von'Zerstörung und die Gewölbe sind öde und leer; alle Leichnamewurden durch Revvlutivnswuth herausgerissen. Grade i» demAugenblick, den löten Oct. 1793, während in Paris die Königinenthauptet ward, brachte man in St. Denis den Sarg LudwigsXV. aus dem Gewölbe herauf, und nach einer tobenden Berath-fchiagung ward beschlossen, alle Leichname der Könige in eineGrube zu werfen, auch Heinrich IV. und Ludwig XIV., die sichsehr gut erhalten hatten und vollkommen kenntlich waren,und ihre bleiernen Särge auf der Stelle einzuschmelzen, wie dennsuch, was sonst noch von Blei an der Kirche war (das ganzeDach z. B.), abgerissen und zu Kugeln eingeschmolzcn ward.Eeit Napoleons Decret vom Losten Februar 1806 ist«t. Denis wieder zum Begräbnißorte der französischen Regenten-lanulie bestjinmt, und auf mannichfaltige Art neu geordnet undausgeschmückt.worden, doch so, daß die Jnstgnien der neuen Re-gentendynastie und das große, goldumstralte auf dem marmor-nen Altargestellc nicht fehlten. Ein Gewölbe, zu welchem eine^eppelpforte, in schwarzem Marmor hängend, führt, hatte Na-n,, " seiner und seiner Gemahlin Ruhestätte bestimmt. Äieleneuere französische Dichter haben diesen interessanten Ort bcsun-- z. B. Michaud in seinem sehr gelesenen le xiinremxs"n prvrcrir, Delille an mehrern Orten seiner 1 ' 1 m->Kln»ric>n;«G widmete der gefühlvolle Chateaubriand dieser unglücklichenseinem 6enie än Otiiüerisnisirie ein eigenes Capitel,am -r -".'s (Michael), geb. am 2?sten Scpt. 1729 zu Schärdkngstin-^a Bayern, gest. am -rgsten Sept. 1800 zu Wien, ein zugeschätzter Dichter und Literator. Er war ersterder kaiserl. Bibliothek mit dem Titel eines wirklichen kais.len, und Ordcnsglied der ehemaligen Gesellschaft
ter w Bücherliebhabcrei seines Vater«, herein Rechts^elehr-
«stattet, h,n Wissesfchskttepftr' dEJesmter-Gymnasium zu