Dnsden 719
dm Zten August ihre Arbeiten ausstellt; das grüne Gewölbe, inwelchem vorzüglich der in seiner Art einzige, gelbe Brillantrig,der grüne Diamant, der weiße Diamant u. a. merkwürdig sind;die königliche Bibliothek, welche die berühmten gräflich büNaui-schen und brühlischen Büchcrsammlunqen umfaßt; da« Antikenka«binet, beide, nebst der Porzellansammlung mit Böttchers erstenWersuchen, im japanischen Palais; die Gallerte der mengslschenAbgüsse; das Naturaliencabinet; die Kunst- und Rüstkammer;endlich auch einige schöne Gärten, wie der große Garten (seitM 4 schöner hergestellt, und durch die vom Herrn von Carlowitzangelegte pomologische Pflanzschule bereichert), der schöne brühl'-sche Wallgarten mit den bilderreichen Doubletten, und einem vomFürsten Repnin gebauten Freisale » für den Lustwandler einer derschönsten Augenpunkte; der Palaisgarrcn in Neustadt, der Gartendes Prinzen Anton und der des Prinzen Maximilian in Frierdrichsstadt. Unter den Spaziergängen um Dresden sind der plaui-sche Grund und das seifersdorfer Thal, welche Becker beschriebenhat, von romantischer Schönheit; so wie in der Nachbarschaft da-kinigliche Lustschloß Pillnitz, die Festung Königstein, der zu einerIrren-Heilanstalt eingerichtete, ehemals feste, Sonnenstein, unddie durch die keffclsdorfer Schlacht berühmten Höhen bei Kessels«darf. Der siebenjährige Krieg brachte den Flor der Stadt sehrherunter; durch das neuntägrge Bombardement im Juli 1760, woFriedrich der Große die Stadt belagerte, wurde» die alte Kreuz-kirche nebst 416 Häusern in den Grund geschossen. Überhaupt istDresden wegen seiner Lage den Zerstörungen des Kriegs oft aus«gelebt gewesen; und die Wichtigkeit dieses Elbpaffes hat zur An-Ugusg eines festen Platzes wahrscheinlich schon im yten Jahrh.Gelegenheit gegeben. S. über die frühere Geschichte Weck's Be-schreibung von Dresden und Haiche's diplomat. Gesch. von Dres-da», iziü. Die Österreicher besetzten die Stadt im I. ifloy, ohne'da zu schaden. Hierauf ließ.Napoleon die Festungswerke abtra-gt», und sein Marschall Davoust ließ, ohne Noth, den lyteli MärzMeinen Pfeiler und zwei Brückenbögen sprengen, die das rus-We Gouvernement 1814 wieder aufbaute. Am verderblichstenwurde für Stadt und Gegend der Feldzug im I. I8iz. Die von(sapvleon vor.dem schwarzen Thore angelegte kaiserl. Srernschanze2?sten Juni 1814 in die Luft, wodurch die Neustadt sehr^ Hädigt wurde. Nach neunjährigen Kriegs- und andern Drang-M» jv^ endlich, zugleich mit dem von seinen Sachsen treu-ri-hnten König Friedrich August, den yten Juni 1815, die Künste«riedens und des Fleißes in das von Herder als das deutschtWM gepriesene Dresden wieder ein. Noch zeichnet sich dirdurch mehrere, gut eingerichtete, theils allgemeine, theilsUnterrichts- und Bilvungsanstalten aus. Der künftigebl» - der Künstler, der Wundarzt und Krieger finden" seltenen Berein von Lehrmitteln aller Art. Auch derD,.,^rturist und Kaufmann kennt mehrere Tewerbzweige, die inmehr als anderwärts blühen, z. Bi die Fabrik von«„^"beiten, die weitverbreiteten DrechslekwareN U. s. w. Au-di» IN k- ^ ""ö Daßdorf'S töpograph. Beschreibungen von Dres-sen» » A R"sende brauchbar: Dk-sden und die umliegende Ge-bild 2ke Allst. (vom Pros. Hass«) mit einem Grundrisse
"«er Reiftkarte. Der «tt Theil ist.ein Wegweiser dü>ch die