Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
739
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Einflüsse auf den menschlichen Körper ".'s ^

die ganze Außenwelt in sich im Bilde aufnimmt, und in fliuigerVerbindung mit dem Körper als menschliches Gemüth sich darstel-lend, sowohl von Ideen bestimmt wird, als auch auf seines Glei-chen durch Ausrufung der Ideen bestimmend einwirkt, und, ver-möge des. durch daß Gehirn und gcsammle Nervensystem vermittel-ten innigen Zusammenhangs mit dem Körper, auch auf diesen td-ilswillkürlich, theils unwillkürlich einwirkt. So bietet also der meuich-fliche Organismus der Außenwelt zwei Seiten dar, durch weicheJe auf ihn Einfluß hat, die geistige und die körperliche. Die kör-perlichen Einflüsse werden vermittelt theils durch das Nervensystem,in Einwirkungen auf die Sinnorgane, besonders auf das Gefühlim Allgemeinen, theils durch Lunehmung äußerer Stoffe in demErnährung»- und BerdauungSprozetz, theils durch Einwirkung aufdas Respiratipnssystem. Gleiches sucht in.der Natur Gleiches auf,Maß in der. äußern Natur herrscht, sucht auch im Organismusä-s ihm Entsprechende zu erheben, und gegen das ihm Ent-gegengesetzte in verstärkte Ackion zu bringen. Daher wird eineFunktion des Körpers durch äußere Einwirkung gestärkt, die an-dere herabgesetzt und geschwächt. Es.hat aber der Organismus ver-iMöge der ihm einwohnenden Lebenskraft auch Selbstbestimvang,wodurch er den äußern Einflüssen widersteht, die durch sie zerstörteHarmonie in den verschiedenen Thätigkeiten jeden Augenblick wie-der herzustellen strebt, theils durch das Gesetz rer.Zflwonnvei!, in-dem der Einfluß von außen seinen Reiz aus das Reroonsystem ver-liert, theils durch Umwandlung des ausgUMimenen Heterogenen>» Homogenes, theile dyrch Verstärkung i,dcs Gegensatzes derrflinctionen. Je stärker die Leb-nsenergie ist, desto kräftiger ist dieSelbstbestimmung des Organismus, desto weniger überwiegend sei-he Bestimmbarkeit von äußer» Einwirkungen, desto weniger» Stö-tluigen seiner innern Harmonie von denselben ist er unterworfen.Sind aber die äußern Einflüsse von der Art, daß sie auf ein Sy-stem des Organismus tflf eingreifend wirken, dabei schnell eintretenund doch auf keine Weise zu vermeiden sind: sa erregen, sie einebedeutende Störung in der Harmonie der Verrichtungen des Orga-smus, ehe.noch dessen Selbstbestimmung im Stande ist, ihnen zuwiderstehen. Daher entstehen alsdann Krankheiten. Die gewöhn»I.rchstcn dieser Einflüsse sind die atmosphärische», welche nicht nuraus das wichtige Respicati'onssystcm einwirken und tief in das Jn-hsre des Organismus eindringen, sondern auch oft plötzlich in ih-rer Beschaffenheit wechseln, indem sie theils in der Temperatur,»Heus im Antheil des belebenden Souerstoffgases, tbeils in Erhal-tung fremder aufgelös'ter Theile, Wasser, Feuchtigkeit, Dämpfemancherlei Art,- verändert werden. Da nun diese Beschaffenheitder atmosphärischen Luft schnell eintritt, und von Niemanden leichtvermieden werden kann, so entstehen daher oft bei viele» Menschen.zugleich krankhafte Störungen im Körper, die -war in Hauptrr-A^uungen sich ähnlich sind, jedoch auch nach der Energie derSelbstbestimmung des Organismus bei jeden, Individuum etwa«Eigenes in der Stärke der Zufalle und ihren Verbindungen habe».^-.Epidemie). Hat z. V. lange Zeit ein gelinder und feuchterSüdwestwind geherrscht, welcher dem lymphatischen undIchleimabiondcrndcn System günstig ist, und folglich dessen Func-erhebt, und es tritt nun plötzlich ein kotier, trockener, mit^sauerstossgas überreichlich versehener Iflvrdostwind ein, welcher dem

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