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Englisches Theattr
Mode; Farqhar dürch Siebe und eiste Flasche, da« be-ständige Paar, der Werbvffizier, Sir Harrey Wil-dour, die Landkutfche, die ZwilliNgSnebenbuhler,Gecken lest. Mehr UNS mehr anständiger wurde da« Lustspiflunter Anna, und Colman, der von 1768 —1775 MitnnterNeh-mer am Theater im CoventgardVn, und 1777 Eigenthümer derSchaubühne auf dem Hoymarket war, machte durch die Eifer-süchtige, das musikalische Mädchen, der Teufel ist inihm, den englisches Kaufmann, den Selbstmördern,sich als stärkest tüchtigen Charakteristiker bekannt. Garrick är- 1bettete Shakspeare oft, wie es scheint, nach sehr eiteln, persönli- !chen und beschränkten Ansichten um, und schrieb auch selbst für das >Theater. Fd ots Lustspiele sind meist sehr nachlässig in der An- !läge und Ausführung, die Charaktere aber originell und laüm'gindividualisier. Cumberland hat Weltton und Umgangssprache,ist aber flüchtig, herzlos. Murphey, Sheridün, die beidenFrauen Cowley und Inchbald übergehest wir, als nicht be-sonders auszeichnungswerth. Setzen wir zu diesen angeführten ^dramatischen Dichtern noch einige im Trauerspiel, so ist die Ge- ^schichte der Bühne ziemlich ausgemessen. Wir nennen Nrco l.Rowr, >gest. I718, Verfasser der ehrgeizigen Stiefmutter, der >schönen Büßenden, Lamerlans, Ulysses, Zane Sho-re, Lady Jane Gray. Er bewunderte Shakspeare Und wergefühlvoll, rührend. Addisons Cato ist ein frostig französi- !rendeS Stück, daS vom Römischen nichts hat. Thomsons So-phostisbe, Ägamcmnvn, Eduard und Eleonora, Tau-kred und Sigismunda, CorivlanuS sollen sehr korrektund schön, aber mehr für Leser als Zuschauer seyn. Eben so we- ,nig ausgezeichnet sind Poungs BuseriS, die Rache, dieDrüber; Lillo's Stücke, wie der londner Kaufmann,der christli ch e He ld, Elmsrick Und andere stellen häuslicheund,bürgerliche Lebensscenen in gekünstelter blumiger Sprache dar.
An Mooke, dem Verfasser des Spielers, rühmt Man Charakte-ristik und Situationen, an Brooke's Stücken leidenschaftliche,oft bcclamatorische Sprache, an Claron Hill Regelmäßigkeitund Correctheit, jedoch ohne leidenschaftliche Stärke. Hörne,Glover, Mallek, Robinsons haben nicht viel Einfluß ge-winnen können. G l0 v er schrieb Med ea mit griechischen Chö-ren in den Zwischenakten. In den neuesten Zeiten ist auch ist Eng-land die Kunst in Verfall gerathen. Im Dramatischen ist es keingutes Zeichen, daß sie von uns mehrere Stücke mit dem ivükhenb-stkN Beifall aufgenommen, die selbst Unter Uns Nur der Mengteine Zeit lang Vergnügest gewährten, jetzt aber auch schon dendienten Ekel erregen. Wie es aber in diesem Fache ergangen, erginzes wohl überhaupt in Kunst und Wissenschaft unter den Engländern.Sieht man mindestens, wie Byrons Corsar und Gravur,diese Vehikel tvpogräphischer Und geographischer Kunde, oje nueinen düstern Ton Und stärkere Ckaraktrriürk haben, oder oas
Weichern, lässigern Versen hinschlendernde Produkt oft und »reif chaufgelegt werden, mithin doch Sin großes Publicum finden: so iv»sich daraus kein günstiges Vorukthdil für die Bildung undGeschmack der Zeit fassen. Die herrschende Richtung auf das <m-